Wiener Baupolizei verspricht Beschleunigung

Einfachere Abstimmung: Das neue Angebot soll sich speziell an komplexe Fälle richten, für deren Lösung das Zusammenwirken verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung erforderlich ist.

Es sollen Zeit und Nerven gespart werden: Die Wiener Baupolizei erweitert mit einem „Rundum-Service“ ihr Beratungsangebot. Eine simultane Abstimmung durch persönliche Gespräche mit Vertretern aller für das jeweilige Bauprojekt erforderlichen Magistratsabteilungen soll den oft mehrfachen Schriftverkehr mit verschiedenen Stellen ersparen. „Durch ein koordiniertes Informationsgespräch mit allen betroffenen Seiten können viele Sachverhalte und Missverständnisse vorab umfassend geklärt werden“, so die Wiener Wohnbaustadträtin Kathrin Gaàl. Das Beratungsangebot steht laut Aussendung der Stadt allen Bauwerbern zur Verfügung. Es wird einmal pro Monat abwechselnd an einem der drei Standorte (10., Favoritenstraße 211; 16., Spetterbrücke 4; 20., Dresdner Straße 82) der Gebietsgruppe der Baupolizei angeboten. Je nach gültigen Corona-Sicherheitsanforderungen sollen auch Onlinebesprechungen durchgeführt werden.

Beratung noch vor Baueinreichung

Ziel des Angebotes ist bei schwierigen Fällen durch die Beratung bereits im Vorlauf Probleme für das kommende Bewilligungsverfahren auszuräumen und Verfahren entsprechend zu verkürzen. Das sind laut Stadt Wien vor allem Fälle, die eine Abstimmung zwischen verschiedenen Dienststellen des Magistrates erfordern. „Probleme ergeben sich oft aus den unterschiedlichen Interessen, die von einzelnen Dienststellen wahrgenommen werden. Beispielsweise können sich Konflikte zwischen der notwendigen Zufahrt für die Müllabfuhr oder der Feuerwehr und dem zu erhaltenden Baumbestand auf der Straße vor dem Bauplatz ergeben. Gemeinsam mit den betroffenen Dienststellen kann auf kurzem Weg die beste Lage für eine solche Zufahrt zum neuen Gebäude erhoben werden.“ erläutert der Leiter der Baupolizei Gerhard Cech. Bei konkreten, während der Planung auftretenden Problemstellungen sollen andere Dienststellen des Magistrats, das Rechtsreferat oder die Fachgruppen der Baupolizei auch an der Beratung mitwirken.

Ablauf der Beratung

Und so funktioniert es: Als erste Anlaufstelle dienen die Gebietsgruppen der Baupolizei. Die gemeinschaftlichen Beratungen durch alle benötigten Magistratsabteilungen erfolgen einmal im Monat zu festgesetzten Zeiten. Die Termine finden jeweils abwechselnd in einer der drei Gebietsgruppen statt. Wichtig: Die Anmeldungen müssen sich dabei nicht auf das Gebiet der jeweiligen Gebietsgruppe beschränken. Außerdem lädt die Baupolizei auch die Fachabteilungen ein, die in der Anmeldung durch den Bauwerber als erforderlich angegeben wurden. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

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