Großer Schritt für E-Mobilität

Strom laden in eigener Garage wird einfacher. Bisher mussten alle Eigentümer dem Einbau einer E-Ladestation zustimmen. Diese Einstimmigkeit soll fallen.

Die österreichische Regierung hat nun Maßnahmen für E-Mobilität im Wohnbau vorgestellt. Demnach soll es ab Herbst zu Erleichterungen beim Einbau von Ladestationen in Mehrparteienhäusern kommen.

Aus Sicht des BEÖ betrifft eine weitere wichtige Regelung die Bevorzugung von Gemeinschaftsanlagen mit intelligentem Lademanagement. „Als BEÖ begrüßen wir die geplante Einführung der Right-to-plug-Regelung, insbesondere den Wegfall der Einstimmigkeit“, so Ute Teufelberger, Vorsitzende des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ). „Damit wäre die größte Hürde für Elektromobilität in Mehrparteienhäusern Geschichte und eine lang gestellte Forderung des BEÖ geht endlich in Erfüllung.“

ÖAMTC fordert Freigabe durch Hausverwaltung

Aus Sicht des Mobilitätsclubs sollte – soweit dies technisch vertretbar ist – die Freigabe zur Errichtung von Lade-Einrichtungen durch die Hausverwaltung erfolgen dürfen. Eine Einholung der Zustimmung der Eigentümer sollte künftig nur mehr in Ausnahmefällen erfolgen. „Im Zuge dessen sollte außerdem nicht vergessen werden, dass auch Mieter in privat vermieteten Wohnungen sowie Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen Interesse an der E-Mobilität haben – auch für diese Gruppe sollte also eine entsprechende Möglichkeit geschaffen werden“, so ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer.

Bis zum Herbst soll von Experten ein Entwurf für eine Gesetzesänderung vorbereitet werden. „Als größter Betreiber von Ladeinfrastruktur bietet der BEÖ hier seine Mitarbeit an“, so Ute Teufelberger.

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