Ziegel unter Druck

Der Markt für Mauersteine entwickelte sich in Österreich im Jahr 2020 seitwärts. Einzig der Umsatz mit Ziegeln sank signifikant.

In Anbetracht der herausfordernden Rahmenbedingungen schlug sich der Markt für Mauersteine im vergangenen Jahr erstaunlich wacker. Laut aktuellem Branchenradar „Mauersteine in Österreich“ stagnierten die Herstellererlöse mit 179,9 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Als Stütze erwies sich einmal mehr der Wohnbau, insbesondere der Eigenheimsektor.

Allerdings partizipierten nicht alle Produktgruppen am stabilen Markt. Zwar wuchs im Vergleich zu 2019 der Umsatz mit Holzmantelsteinen um sechs Prozent, mit Betonsteinen um knapp drei Prozent sowie mit Mauersteinen aus Porenbeton um rund vier und aus Blähton um etwa zwei Prozent, mit Ziegeln wurde jedoch signifikant weniger umgesetzt als im Jahr davor. Im Jahresvergleich sanken die Ziegelerlöse um nahezu zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei den großen heimischen Herstellern insgesamt sogar um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, weil im Krisenjahr kleinere Hersteller und vor allem Importeure das Geschäft deutlich ausbauten.

Möglich wurde das nicht zuletzt durch die – um den Covid-Bestimmungen gerecht zu werden – Adaptionen im Produktionsablauf in einigen großen heimischen Ziegelproduktionen, die zu temporären Kapazitätseinschränkungen und mancherorts auch zu Stilllegungen führten.

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