Pandemie bremst Geberit

Das erste Halbjahr brachte Geberit ein Umsatzminus von 9,8 Prozent. Aber, in Deutschland, Österreich, Osteuropa und Benelux gab es Zuwächse.

Die Geschäftsentwicklung der Geberit Gruppe war im ersten Halbjahr 2020 durch die Covid-19-Pandemie und die negative Währungsentwicklung geprägt. Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe ging um 9,8% auf 1,468 Milliarden Schweizer Franken (1,38 Mrd. Euro) zurück. Darin enthalten sind negative Währungseffekte in der Höhe von 87 Millionen Franken, so der Schweizer Hersteller.

Die Bauindustrie in Europa wurde seit Mitte März durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie negativ beeinflusst. In mehreren Ländern–in Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien – standen die meisten Baustellen während längerer Zeit still. In den anderen Ländern führten die pandemiebedingten Einschränkungen zu einer Verlangsamung der Bautätigkeit. Zudem waren in ganz Europa die Ausstellungsräume für Sanitärprodukte rund zwei Monate weitgehend geschlossen. Dies führte in der Nettoumsatzentwicklung zu einer zweigeteilten Entwicklung nach sechs Monaten. Die von den Baustellenstopps am stärksten betroffenen Märkte Großbritannien/Irland (-34,1%), Italien (-25,1%), die Iberische Halbinsel (-20,9%) und Frankreich (-19,2%) mussten deutliche währungsbereinigte Nettoumsatzrückgänge hinnehmen.

Wachstum in der Krise

Obwohl ebenfalls durch Restriktionen aufgrund der Pandemie beeinträchtigt, verzeichneten Deutschland (+2,9%), die nordischen Länder (+2,2%), Osteuropa (+1,4%), die Schweiz (+0,5%),Österreich (+0,4%) und die Benelux-Länder(+0,2%) Zuwächse beim Nettoumsatz.

Als Folge der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Covid-19-Pandemie ist es derzeit nach wie vor nicht möglich, einen Ausblick für die Bauindustrie zu geben, so Geberit in einer Aussendung.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben