Erste CO2-neutrale Ziegel von Wienerberger

Innovation in der Keramikindustrie: Ziegelriemchen-Produktion ohne fossile Energie in belgischem Werk.

Der Ziegelproduzent hat ambitionierte Ziele in Sachen Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität, das Unternehmen will damit auch den European Green Deal unterstützen. Ein Schritt in die Richtung ist nun die Inbetriebnahme einer neuen CO2-neutralen Produktionslinie von Ziegelriemchen in einem Elektrobrennofen am Standort Kortemark in Belgien. „Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms fördern wir die Kreislaufwirtschaft und das Recycling in der Produktion. Damit treiben wir dank vielfältiger Innovationen auch die Dekarbonisierung unseres Produktportfolios voran, 2021 betrug der Anteil aus innovativen Produkten erneut bereits ein Drittel unseres Gesamtumsatzes“, so Heimo Scheuch, CEO Wienerberger AG,

Neue Formtechnik für Ziegel

Wienerberger setzt in Kortemark auf eine innovative Formtechnik, bisher wurden Ziegelriemchen durch Sägen von Ziegeln hergestellt, wobei zwangsläufig Restabfälle anfielen. Durch die neue Formtechnik entstehen handgeformten Ziegelriemchen mit hoher Maß- und Formstabilität. Dadurch werden Formabweichungen vermieden und die Ziegel ideal einsetzbar für die Fertighausindustrie. Bei der von Wienerberger entwickelten Lösung werden sowohl der Trockner als auch der Brennofen vollelektrisch betrieben. Die Stromversorgung erfolgt über eine Photovoltaik-Anlage am Standort, die 25 % der benötigten Energie liefert und mit 100 % Ökostrom ergänzt wird. Zudem hat Wienerberger auch die Verpackung überdacht und eine Kreislaufverpackung entwickelt. Ab 2023, so das Ziel der Wienerberger, werden alle neuen Produkte zu 100 Prozent recycelbar oder wiederverwendbar sein.

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