Waagner-Biro: Aus und vorbei

Nach 165 Jahren Stahlbaugeschichte bleibt von der Waagner-Biro-Gruppe nur mehr ein kleiner Bühnenbau-Rest übrig.

Mitte Dezember des Vorjahres hatte Insolvenzverwalterin Romana Weber-Wilfert den Verkauf der Waagner-Biro Bridge Systems, der ehemaligen Brückenbau-Sparte, abschließen wollen und für den 28. Jänner war die Sanierungsplan-Tagsatzung anberaumt gewesen. Das ist alles jetzt Geschichte, denn der Antrag auf einen Sanierungsplan musste zurückgezogen werden, nachdem die Gespräche mit einem potentiellen Übernehmer gescheitert waren. Das Unternehmen wird jetzt aufgelöst.

Aufgrund dieser Entwicklung gingen die Kreditschützer davon aus, dass auch die Muttergesellschaft, die Waagner-Biro AG, ihren Sanierungsplan zurückziehen müsse und es ebenfalls zu einem Konkursverfahren kommen werde. 64,62 Millionen Euro hat die AG zuletzt an Schulden ausgewiesen, 15 Millionen Euro davon bei Banken.

Da die Stahlbausparte, SBE Alpha wie sie zuletzt geheißen hatte, bereits geschlossen wurde, und dort ein Totalausfall droht, bleibt von dem ehemals rund 1.500 Mitarbeiter starken Unternehmen nur mehr die Bühnentechnik-Firma Waagner-Biro Stage Systems erhalten, welche bereits von der grosso Holding von Erhard Grossnig übernommen wurde. Nach 165 Jahren österreichischer und zweitweise weltweiter Stahlbau-Geschichte bleibt von Waagner-Biro somit nur mehr ein kleiner Rest am Leben.

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