Strabag: Sanktionen bewirken Aufsichtsrats-Rochade

Auf Verlangen der Haselsteiner Familien-Privatstiftung findet am 5. Mai eine außerordentliche Hauptversammlung für die Abberufung von Hermann Melnikov und Thomas Bull als Aufsichtsratsmitglieder statt.

Der Vorstand der Strabag SE hat den Beschluss gefasst, dem Verlangen der Aktionärin, Haselsteiner-Familien-Privatstiftung, gemäß §105 Abs 3 AktG nachzukommen und für den 5. Mai 2022 eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen, wurde heute in einer Aussendung verkündet.
Einziger Tagesordnungspunkt ist die Beschlussfassung über die Abberufung des von der Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieds Hermann Melnikov und des durch den Inhaber der Namensaktie Nr. 2 entsandten Aufsichtsratsmitglieds Thomas Bull. Beide Aufsichtsratsmitglieder sind der Aktionärin MKAO Rasperia Trading Ltd., die von Oleg Deripaska kontrolliert wird, zuzurechnen.

Damit will der Vorstand die Einhaltung der über Oleg Deripaska mit 8.4.2022 verhängten EU-Sanktionen, insbesondere den verordneten „Asset Freeze“, mit welchem die Ausübung aller mit den Strabag SE-Aktien von Rasperia verbundenen Rechte blockiert wird, sicherstellen und jegliche mögliche (auch nur) indirekte Einflussnahme durch Oleg Deripaska auf die Strabag SE unterbinden.

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