Pumpe und Pellets

Der Dachverband der Erneuerbaren Energien Österreichs (EEÖ) hat kürzlich die Studie „Wärmezukunft 2050“ der Energy Economics Group der TU Wien vorgestellt.

Die Prognose und Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Energiewende im Wärmebereich jährlich an die drei Milliarden Euro an Heizkosten einsparen würde. Die Nutzung erneuerbarer Energie bringe nicht nur Kostenvorteile für den Endkunden, sondern auch einen enormen Beschäftigungseffekt für den österreichischen Arbeitsmarkt. Aktuell beschäftigt die österreichische Holz- und Forstwirtschaft immerhin schon 300.000 Menschen, so der Dachverband.

Der Wechsel auf erneuerbare Energien sei nicht nur möglich, sondern bringe auch enorme wirtschaftliche und ökologische Vorteile mit sich. „In Summe sind die langfristigen Einsparungen höher als das nötige Investitionsvolumen. Insgesamt zeigt sich, dass die Nutzung von Kohle und Heizöl gänzlich ausläuft und der Einsatz von Erdgas kontinuierlich reduziert werden muss“, erklärt Andreas Müller, Energieexperte der TU Wien.

Wie die Studie klarstellt, sei in Zukunft eine Besteuerung fossiler Energieträger unerlässlich um den Klimaschutz und die Energiewende beim Heizen umzusetzen. Jeder der heute eine Heizanlage mit fossilen Energieträgern installiert, sollte sich bewusst sein, dass eine höhere

Besteuerung fossiler Energieträger nur eine Frage der Zeit ist.

Die Studie kommt zum Ergebnis, das Holzpellets einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten werden. Der Einsatz von Pellets wird sich nach Ansicht der Studienautoren bis 2050 im Wärmewende-Szenario mehr als verdoppeln.

Klarer Sieger der Studie ist die Wärmepumpe, die 2050 laut Prognose rund 33 % der beheizten Gebäudeflächen abdecken wird.  Die Biomasse sollte 29 % der Flächen heizen, Gas knapp 13 % und Fernwärme 23 Prozent.

Link zum Download der Studie: http://eeg.tuwien.ac.at/waermezukunft_2050

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