O&O gewinnt Siemensstadt-Wettbewerb

Das Wiener Architekturbüro O&O Baukunst hat sich den Wettbewerb für das 600-Millionen-Projekt Siemensstadt in Berlin geholt.

18 Architektur- und Stadtplanungsbüros waren von Siemens und dem Land Berlin zur Teilnahme eingeladen. Zwei Tage lang bewertete eine hochkarätig besetzte Jury die Entwürfe. Nun steht das Ergebnis fest: Die Siemensstadt 2.0 wird nach einem Entwurf des Berliner Büros Ortner & Ortner Baukunst realisiert.

Im Oktober 2018 hatte Siemens erstmals bekannt gegeben, seinen Traditionsstandort Siemensstadt in Berlin umzugestalten und das bislang geschlossene Industrieareal zu einem modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten „Smart District“ zu entwickeln. Zehn Monate später startete der städtebauliche Wettbewerb zur Umgestaltung des mit rund 70 Hektar etwa 100 Fußballfelder großen Areals in Berlin Spandau, auf dem 1897 der Grundstein zur damaligen Siemensstadt gelegt wurde.

Der Siegerentwurf von O&O Baukunst setzt auf eine nachvollziehbare Einfachheit als städtebauliches Konzept. Dabei werden sämtliche Erdgeschosszonen zu einem durchgängigen und öffentlichen „Stadtgeschoss“ gestaltet. Das neue Zentrum bildet dabei ein prägnantes Hochhaus mit davor liegendem „Stadtplatz“. Zusätzliche 60-Meter-Bauten markieren an ausgewählten Positionen die Eingänge zum Areal. Die Schaltwerkhallen werden zum Teil für öffentliche und kulturelle Nutzung umgestaltet, das Schaltwerkhochhaus soll neben Büros auch Wohnungen und ein Hotel enthalten.

„Die Siemens AG wird hier in den kommenden Jahren mit bis zu 600 Millionen Euro in einen Zukunftsstandort investieren, der weit über die Grenzen von Berlin hinaus Strahlkraft entwickeln wird“, betont Ralf P. Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG die Dimension des Projektes. Nach den nun anstehenden, weiteren Planungs- und Genehmigungsschritten sollen 2022 die ersten Bauarbeiten beginnen.

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