Erster virtueller energytalk

Gebeutelt von der Corona-Krise steht ganz Österreich vor der Frage, wie sich unser Land in Zukunft entwickeln wird. Der erste digitale energytalk begab sich daher am 14. Oktober unter dem Titel „New Future: Erkenntnisse nach dem Lockdown“ auf die Suche nach Antworten und Lösungsansätzen.

„New Future: Erkenntnisse nach dem Lockdown“ war der inhaltliche Titel der Infoveranstaltung. Corona-bedingt erfand sich der energytalk für diese herbstliche Ausgabe neu und ging am 14. Oktober 2020 erstmals als virtuelles Live-Event über die Bühne.

In seiner virtuellen Keynote nahm Zukunftsforscher Matthias Horx die Teilnehmer mit auf eine gedankliche Reise in die Zukunft nach Corona: Statt einer Pro-Gnose übte Horx mit den Zusehern die Re-Gnose, die Selbst-Veränderung durch rückblickende Vorausschau, um zu beleuchten, wie diese Krise die Gesellschaft, unser Denken und unser Handeln verändert. „Das Corona-Virus legt alles offen, was mit einer Gesellschaft stimmt oder nicht stimmt. Dazu zählt auch das Thema Globalisierung“, ist Horx überzeugt, der in diesem Rahmen den neuen Begriff der Glokalisierung geprägt hat. „Glokalisierung meint die Lokalisierung des Globalen – und vice versa. Ich glaube nicht, dass die Globalisierung zu Ende ist, aber sie wird sich neu konfigurieren.“

Podiumsdiskussion: Lehren für die Zukunft

In der anschließenden Podiumsdiskussion haben sich zu Horx weitere Gäste aufs virtuelle Podium begeben: Landesrat Johann Seitinger, Herbert Ritter, Vizepräsident der steirischen Wirtschaftskammer Steiermark, und Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Wohnbaugruppe Ennstal diskutierten über die Erkenntnisse, die wir durch die letzten Monate für die Zukunft mitnehmen können.

In den Augen von Landesrat Johann Seitinger hat der Lockdown vor allem eines gezeigt: „Wir in der Steiermark und in ganz Österreich sind in der Lage von der Urproduktion über unsere Veredelungsbetriebe bis hin zum Handel – also die gesamte Waren- und Lebensmittelkette – aufrechtzuerhalten“.

Positives Denken und den Blick nach vorne zu richten ist für Herbert Ritter als Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark aktuell die oberste Devise: „Wir müssen den Konsum wieder aktiv ankurbeln. Dazu braucht es Mut zu neuen Wegen und Investition in Innovation – gerade, wenn die Zeiten unruhig sind.“

Das Wohnen selbst hat laut Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Wohnbaugruppe Ennstal, in der Lockdown-Phase einen höheren Stellenwert bekommen und auch die Branche angekurbelt: „Im Bereich Wohnbau passiert aktuell viel. Allein im Großraum Graz sind aktuell mehr als 4500 Wohnungen in Bau und rund 10.000  in der Pipeline. Doch wir spüren auch, dass es einen starken Anstieg der Nachfrage von Wohnungen im ländlichen Raum gibt.“

Den gesamten energytalk finden Sie zum Nachschauen unter www.energytalk.info

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