Caverion´s Expo Trends

Die Caverion -Trendscouts haben auf der Expo Real 2018 drei wesentliche Trends erkannt.

Am 10. Oktober ging die Expo Real mit einem neuen Rekord zu Ende: 2.095 Aussteller (2017: 2.003) und 44.536 Besucher – und damit 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Caverion war auf der Messe selbst vertreten und Vertreter des Unternehmens haben drei Trends entdeckt.

1. Digitalisierung von Gebäuden
Neben der Lage, dem Preis und der Größe einer Immobilie spielt die digitale Ausstattung eine immer wichtigere Rolle. Inzwischen ist es sogar möglich, Sensoren in Bodenbeläge einzubauen, die Stürze z. B. älterer oder kranker Bewohner melden. Immer wichtiger wird auch, wie „smart“ die Gebäudetechnik ist. Die Toleranz für Fehlfunktionen nimmt ab, gerade in Hinblick auf die technischen Möglichkeiten. Klarer Trend im Facility Management: Der Einbau von Gebäudeleittechnik (GLT) als Bestandteil der Gebäudeautomation. Bei der Überschreitung von Grenzwerten, z. B. bei einem Abfall der Raumtemperatur, erhält der Facility-Management-Dienstleister eine Störmeldung und kann unmittelbar reagieren. Noch schneller kann gehandelt werden, wenn die GLT aus der Ferne in einem Operational Center überwacht wird. Auch hier rüsten die einschlägigen Anbieter auf.

2. Wohnungsmangel und Nachverdichtung
Besonders in den Städten wird Wohnraum knapp. Ein Lösungsansatz: Nachverdichtung im urbanen Raum. Sprich, es wird eng auf den Baustellen, wenn z. B. ein neuer Wohnkomplex in einem Innenhof entsteht. Das stellt an Gebäudetechnikunternehmen zunehmende Anforderungen an die Logistik. Der Trend lautet „just in time“: Durch Vorfertigung können selbst komplette Heizungs- und Kälteverteilermontagefertig auf Baustellen angeliefert werden. Das spart Lagerfläche und sichert einen zügigen Einbau.

3. Renditen sinken: Bleibt das Thema Nachhaltigkeit auf der Strecke?
Die Immobilienpreise steigen weiter, doch die Mieten können nur bis zu einem gewissen Grad angehoben werden. Noch lohnt es sich zu investieren, doch die sinkenden Renditen werfen die Frage auf, ob das Thema Energieeffizienz wieder stärker ins Hintertreffen gerät. Denn eine energetische Sanierung bedeutet zusätzliche Ausgaben, die man im Zweifel durch die Mieteinnahmen nicht mehr decken kann. Aufgabe der Gebäudetechnik- und Facility-Management-Dienstleister wird deshalb sein, durchdachte und rentable Konzepte zur Energieeinsparung zu präsentieren und individuelle Angebote zu schnüren. Und neben den monetären Vorteilen auch auf die gesamtgesellschaftliche Bedeutung nachhaltiger Immobilien hinzuweisen.

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