Förderung für Wärme aus Abwasser

Der Klima- und Energiefonds fördert ab sofort Investitionsprojekte und Studien für die Energiegewinnung aus dem Abwasser mit 500.000 Euro.

Eine so simple wie geniale Idee: Warmes Abwasser fließt nicht länger in den Kanal, sondern wird zum Heizen genutzt. Das funktioniert, indem mittels Wärmetauscher dem Abwasser Wärmeenergie entzogen und mit Wärmepumpen auf das benötigte Temperaturniveau gebracht wird. So können umliegende Abnehmer direkt mit Wärme versorgt oder die Wärmeenergie in das Fernwärmenetz eingespeist werden.

Mit dem Programm „Energie aus Abwasser“ fördert der Klima- und Energiefonds ab sofort sowohl konkrete Investitionsprojekte als auch Potenzial- und Machbarkeitsstudien zum Thema. Dafür steht ein Budget von 500.000 Euro, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz (BMK), zur Verfügung.

Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds Ingmar Höbarth: „Unsere erste Ausschreibungsrunde im Vorjahr hat enormes Interesse hervorgerufen. Nun werden erste Investitionen in konkrete Projekte folgen, die zeigen, wie Energie aus dem Kanal effizient genutzt werden kann. Wir freuen uns auf die Einreichungen!“

Programm „Energie aus Abwasser“

Ziel des Förderprogramms ist es einerseits, Machbarkeitsstudien für konkrete Projekte (mit max. 10.000 Euro) und Potentialstudien für Kanalnetze (mit max. 5.000 Euro) zu beauftragen. Andererseits werden Investitionsprojekte zur Gewinnung von thermischer Energie aus dem Abwasser zur direkten Wärmeversorgung und die Einbindung der rückgewonnenen Energie in Nah- und Fernwärmenetze, mit einer Leistungskapazität bis zu einem Megawatt, gefördert.

Die Ausschreibung ist von 12.04.2022 bis 28.02.2023 um 12:00 Uhr mit zwei Auswahlrunden geöffnet, die erste Runde läuft bis 15.09.2022, 12:00 Uhr.

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