Ziel: Wohnungssektor dekarbonisieren

Die Sanierungsrate verdreifachen und den Neubau klimaneutral gestalten: Das sind zwei 2050-Ziele des Maßnahmenpakets des IIBW, die bis Treibhausgasemissionen von Gebäuden auf Null reduzieren sollen.

Die Sanierungsrate in Österreich ist seit 2010 rückläufig und liegt heute bei nur mehr 0,7 Prozent. Um die politisch formulierte Zielsetzung von zwei Prozent pro Jahr zu erreichen, ist eine Verdreifachung nötig. Im nun vorgestellten Maßnahmenpaket „Dekarbonisierung des Wohnungssektors“ wird für jedes Wohnungsbestandssegment ein spezifisches Maßnahmenbündel geschnürt. 41 Einzelmaßnahmen wurden zusammengetragen und bewertet. 13 davon werden als prioritär angesehen, davon betreffen fünf das Wohnrecht, vier die Wohnbauförderung und zwei das Steuerrecht.
„Maßnahme 2“ empfiehlt beispielsweise die Modelle der Länder-Sanierungsförderung weiterzuentwickeln. Hier könnten mehr Zuschussförderungen (statt Darlehen oder Annuitätenzuschüsse) oder Fördermodelle für Zusatzkosten beim Umstieg auf regenerative Systeme intensiviert werden.
Die Aufgabe sei nicht nur wegen der unvermeidlichen Vielzahl von anzuwendenden Maßnahmen komplex, sondern auch aufgrund der Kompetenzaufteilung auf mehrere Bundesministerien und die Länder, betont das IIBW (Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen GmbH). Eine Umsetzung sollte daher über ein Sammelgesetz und eine Art. 15a B-VG-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern erfolgen.

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