Wr. Gemeindebau: Vom 1970er-Bau zum Passivhaus

56 Wohnungen im 14. Wiener Gemeindebezirk wurden auch dank einer EU-Förderung umfangreich auf den neuesten Stand gebracht.

Der 1969 errichtete Gemeindebau in der Hütteldorfer Straße war zuletzt in die Jahre gekommen. Durch eine Sanierung aller Gebäudeteile seit August 2018 ist daraus jetzt ein Passivhaus geworden. Durch eine hochwertige Wärmedämmung konnte der Heizwärmedarf des Wohnhauses um 91 Prozent auf 9,50 kWh/m2/a reduziert werden. Auch der Schallschutz wurde verbessert. Neben Dämmung, Sonnen- und Schallschutz wurden als eine weitere ökologische Verbesserung Photovoltaikpaneele in die neu errichtete Glasfassade integriert.

Aktive Wohnraumbelüftung

Die Wohnungen der zwei Wohnblöcke wurden mit einer Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die den Lüftungsbedarf reduziert und das Aufrechterhalten der Temperatur in der Wohnung unterstützt. Zudem wird hohe Luftfeuchtigkeit reduziert – betrieben durch Strom aus der Photovoltaik-Anlage. Neben der Lüftung versorgt die 9 kW Photovoltaik-Anlage auch die Waschküche und Allgemeinbeleuchtung mit Strom. Überschüsse werden in das allgemeine Stromnetz eingespeist. In der Glasfassade sind Kartonwaben eingelegt. Diese unterstützen die Wärmedämmung. Durch die flache Sonneneinstrahlung im Winter wird der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen verringert. Im Sommer wirken die Waben abschattend.

Bei den Mauern wurde durch die Verwendung verschiedener Materialien mit unterschiedlichen Materialeigenschaften – weiche Dämmung, harte Holzkonstruktion – zusätzlich eine Verbesserung des Schallschutzes erreicht. Ein wesentlicher Faktor sind auch Verbundflügelfenster, die straßenseitig eingebaut wurden.

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