Wald-Wolkenkratzer für Toulouse

Toulouse gewinnt schon bald bautechnisch an Höhe. Die südfranzösische Stadt erhält einen 150 Meter begrünten Wolkenkratzer.

Neben den zahlreichen Ziegelbauten, die der französischen Stadt den Beinamen „die Rosarote“ verleihen, gibt es in Toulouse unzählige historische Gebäude zu sehen. Wer aber nach moderner Architektur auf der Suche ist, fand sich eher auf verlorenem Posten. Mit dem „Occitanie Tower“ von Star-Architekt Daniel Libeskind wird der Stadt an der Garonne ein modernes Highlight ins Herz gebaut.

Libeskind hat für diese „Premiere“ ein spektakuläres Konzept erdacht: Das Glasgebäude wird von einer senkrechten Waldschneise durchzogen. Die begrünte Spirale zieht sich von der Straße bis hinauf in den 40. Stock. Die Schleife soll eine üppig bewachsene Wasserstraße des Canal du Midi repräsentieren, welche sich durch Toulouse zieht. Auch die Plattform des Turms soll begrünt werden. Das Design der vertikalen Gärten des „Occitanie Tower“ hat Landschaftsarchitekt Nicolas Gilsoul übernommen.Als Studio Libeskinds Partner vor Ort agiert der französische Architekt Francis Cardete. Entwickelt wird der „Occitanie Tower“ von der Compagnie de Phalsbourg, einem der Hauptakteure des gewerblichen Immobilienmarkts in Frankreich. 1989 gegründet, ist das Unternehmen seit Jahren um nachhaltige Projekte bemüht.

Von den gesamt 30.000 Quadratmetern Fläche sind 11.000 für Büros vorgesehen. Außerdem sind bis zu 120 Apartments, ein Hilton Hotel sowie ein Restaurant mit Panoramablick und Garten geplant. Ebenso, wie Gewerbeflächen für Geschäfte. Ins Erdgeschoss wird Frankreichs staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF einziehen.

Bis 2022 soll der Turm fertig werden. Dann wird man in Toulouse neben den zahlreichen historischen Bauten auch einen modernen Bau bewundern können: einen Wolkenkratzer, der Natur ins bebaute Umfeld pflanzt.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben