So wird das Wiener KaDeWe aussehen

Die Siegerin des Architekturwettbewerbs für das Leiner-Haus wurde präsentiert.

Seit längerem erklärte die Eigentümerin des Leiner-Hauses, die Signa, aus diesem ein KaDeWe-Warenhaus formen zu wollen. Im Rahmen eines geladenen Architekturwettbewerbs mit vier teilnehmenden Büros wurde heute das Siegerprojekt vor Journalisten präsentiert. Der Zuschlag ging dabei an das Büro O.M.A. Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam, für das Konzept zeichnete die Architektin Ellen Van Loon verantwortlich. Für den Signa-CEO Christoph Stadlhuber war beim Wettbewerb wichtig, dass es sich um ein Büro handelt, das noch nie in Wien geplant hatte: „Das KaDeWe muss einerseits eine Landmark sein, sich aber in das Wiener Gebäudegefüge integrieren und eine hybride Nutzung erlauben.“ Zehn Jurymitglieder unter dem Vorsitz von Elke Delugan Meissl hatten dann einstimmig für das Siegerprojekt votiert.

Das KaDeWe wird aus zwei Teilen bestehen, einem „traditionellen Warenhaus und einem Hotel“, wie Stadlhuber ausführt. Der Neubau der beiden Teile soll dabei die historische Fassade an der Mariahilferstraße 12 umrahmen. Auf dem Dach soll ein Park mit rund 1.000 m² entstehen, der öffentlich zugänglich ist und auch außerhalb der Öffnungszeiten begehbar sein soll. Dieses spiele, laut Architektin Van Loon, eine wesentliche Rolle, um Hitzeinseln zu vermeiden, sie verspricht sich Temperaturersparnisse zwischen fünf und sieben Grad Celsius. Auch soll die Erdgeschosszone in ihrem Konzept auf das Dach wandern. Geht alles nach Plan, soll der Baubeginn im ersten Halbjahr 2021 sein, fertiggestellt soll das KaDeWe im Herbst 2023 werden. Rund 300 Millionen Euro investiert die Signa in das KaDeWe, das, so Stadlhuber, künftig 800 Arbeitsplätze bringen soll. Noch geklärt werden soll, ob die bestehende Flächenwidmung für das Projekt ausreiche, man sei in engem Kontakt mit den Behörden. Das KaDeWe soll künftig 25.000 m² Warenfläche bieten, im Hotel soll ein internationaler Brand einziehen. Man sei bereits mit in Frage kommenden Marken in Kontakt, habe dazu aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Das Warenhaus wird von der KaDeWe Group betrieben werden, es soll ein Traditionswarenhaus werden, kein „Luxusgeschäft“, so Stadlhuber.

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