Neue Studie: Styropor ist ökologisch

Eine aktuelle Dämmstoffstudie belegt, dass in Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, Styropor am vorteilhaftesten aschneidet.

Seit Jahren wird über Nachhaltigkeit und Ökologie von Dämmstoffen äußerst kontroversiell diskutiert. Im Rahmen des BauZ! Kongresses für zukunftsfähiges Bauen auf der Bauen & Energie Messe Wien wurden neue Ergebnisse präsentiert: In der vom ifeu-Institut und naturplus durchgeführten Studie „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ wird belegt, dass in Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, Styropor am vorteilhaftesten abschneidet.

In dieser Untersuchung werden nahezu alle Dämmstoffe in verschiedenen Bauteilen aus ökologischer Sicht unter Einbezug des ganzen Lebensweges inklusive Verwertung miteinander verglichen. Darunter sind Dämmplatten aus mineralischen, synthetischen sowie nachwachsenden Rohstoffen (Mineralfaser, Mineralschaum, Schaumglas, EPS, XPS, PU, Holzfaser).

Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführung der GPH merkt dazu an: „Die Ergebnisse dieser Studie sind für Styropor erfreulich, aber nicht überraschend.“

Insbesondere bei der werkstofflichen Verwertung von Styropor-Abfällen aus Abbruch oder Rückbaumaßnahmen weist das Dämmmaterial ein Alleinstellungsmerkmal auf. Die derzeit errichtete Industrieanlage im Rahmen des Projektes PolyStyreneLoop wird eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Styropor – ein echtes Recycling im Sinne von Cradle-to-Cradle – in einem Jahr ermöglichen. Die dort angewendete Verfahrenstechnik basiert auf dem CreaSolvÒ-Verfahren, mit dem aus Styropor-Abfällen aus Abriss- oder Umbau¬maßnahmen das Basismaterial Polystyrol wiedergewonnen werden kann. Gleichzeitig wird das im Bau-Styropor enthaltene Flammschutzmittel in Einzelstoffe zerlegt, die dann einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

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