Holzbaupreis NÖ: Die Gewinner

Zum mittlerweile 18. Mal in Folge wurden die besten Holzbau-Objekte Niederösterreichs gekürt. Diesmal hat die sechsköpfige Fachjury aus 89 Einreichungen von Holzbauten die sechs besten mit dem niederösterreichischen Holzbaupreis 2021 ausgezeichnet.

„Der Holzbaupreis soll die Projekte vor den Vorhang holen, bei denen Bauherrinnen und Bauherren, Planerinnen und Planer sowie Holzbaubetriebe Mut zeigten, etwas Neues, Ansprechendes und Nachhaltiges entstehen zu lassen“, sagt dazu Wohnbau-Landesrat Martin Eichtinger. Ziel ist die Förderung und Anerkennung von besonderen Leistungen des Holzbaus als Beitrag zur Baukultur. Die Projekte fokussieren sich auf Niederösterreich, aber auch Projekte von niederösterreichischen Holzbaubetrieben, die außerhalb des Bundeslandes realisiert wurden, können in der Kategorie „Außerhalb von Niederösterreich“ eingereicht werden.

Die Gewinner

In der Kategorie Wohnbauten konnte das Wohnhaus Absdorf überzeugen. Der langgestreckte, eingeschossige Baukörper greift mit seiner schlichten Satteldachform die regionaltypische Streckhofform auf, durch das Raumkonzept fließen die Bereiche ineinander und lassen das Holz ideal zur Geltung kommen. Die Jury lobte insbesondere die „höchste Verarbeitungs- und Ausführungsqualität.

Gewinner der Kategorie Um- und Zubau, Sanierung ist die Villa Sternberg in Klosterneuburg. Das Gebäude aus der Jahrhundertwende wurde revitalisiert. Die statische Dachkonstruktion wurde unverändert beibehalten, die Dach-Innenflächen mit massiver Sturzschalung aus Lärche verkleidet.

In der Kategorie öffentliche und Kommunal-Bauten konnte der Kindergarten Deutsch-Wagram, der von der Jury als „Holzerlebnis pur“ beschrieben wird, überzeugen. Der in Holzmassivbauweise aus heimischem Fichtenholz in verschiedenen Oberflächenstrukturen errichtete Neubau zeigt sich als ruhiger, eingeschossiger Baukörper.

Die Kategorie Nutzbau gewann das Projekt Egger_Forum_URB in Unterradlberg. Mit dem dreigeschossigen Holzbau in Modulbauweise zeigt die holzverarbeitende Firma Egger ihr Können: Sowohl an den Bauteilen als auch in den Ausstellungs-Räumen ist die Anwendung von Holzprodukten erlebbar.

Ein weiteres Gewinner-Projekt gibt es in der Kategorie „Außerhalb von Niederösterreich“ – und zwar das HoHo in der Seestadt Aspern in Wien. Mit seinen 24 Etagen und einer Höhe von rund 84 Metern ist es das zweithöchste Holzhochhaus weltweit. Neben einem aussteifenden massiven Erschließungskern bilden die Holzfassadenelemente und Stützen sowie ein umlaufender Betonfertigteilträger, der die Verbunddeckenelemente trägt, die einfache Tragstruktur. Laut Jury nutzt das Gebäude „die Vorteile der Holz-Hybridbauweise und setzt neue Maßstäbe im umweltfreundlichen Hochhausbau“.

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