Brückenbau 2.0

An der TU Wien wurde eine neue Brückenbautechnik entwickelt. Diese wurde vor kurzem von der Asfinag beim Bau der Fürstenfelder Schnellstraße eingesetzt.

Die neue Brücke bei der S7 Fürstenfelder Schnellstraße entsteht nicht horizontal, wie sonst üblich, sondern wird vertikal errichtet und dann ausgeklappt. Beim Bau derSchnellstraße wurde die neue Technologie von der Asfinag gleich zweimal eingesetzt. Zuerst am Lahnbach, und jetzt Ende Februar, für eine Brücke über die Lafnitz, mit einer Länge von 116 Metern. Nach knapp dreieinhalb Stunden war der Absenkvorgang beendet.

Johann Kollegger, von der TU Wien, entwickelte eine völlig neue Technik. An beiden Seiten eines Betonpfeilers werden senkrecht Träger montiert, die dann ausgeklappt werden können, ähnlich wie ein Regenschirm. „Die beiden Träger sind oben, direkt über dem Pfeiler, durch ein Gelenk miteinander verbunden“, erklärt Johann Kollegger. „Mit hydraulischen Anlagen wird dieses Gelenk dann langsam abgesenkt, dabei klappen sich die Träger auf beiden Seiten aus.“

Die Träger bestehen aus dünnwandigen Fertigteilen mit Stahlbewehrung und sind zunächst hohl. Erst wenn sie die endgültige Position erreicht haben, werden sie mit Beton ausgegossen. „Die Klapp-Konstruktion lässt sich in zwei bis drei Tagen aufstellen, und der Ausklappvorgang dauert ungefähr drei Stunden“, sagt Kollegger.

 

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