Aus Badewasser wird Fernwärme

Wien Energie nutzt künftig die Restwärme des Thermal-Abwassers mittels Wärmepumpen zur Fernwärmegewinnung.

Rund 1.900 Haushalte in Oberlaa können zukünftig mit klimafreundlicher Wärme versorgt werden. Das soll jährlich etwa 2.600 Tonnen CO2 sparen. Wien Energie investiert rund 3 Mio. Euro in das Projekt – bereits 2022 soll die Anlage in Betrieb gehen.

In einem erweiterten Technikraum in der Tiefgarage der Therme werden zwei Wärmepumpen mit direktem Anschluss zum gesammelten Abwasser der Therme Wien errichtet. Diese nehmen die Restwärme aus dem Thermal-Abwasser auf (ca. 30 Grad Celsius) und wandeln diese in Fernwärme mit bis zu 85 Grad Celsius um. Die erzeugte Wärme wird direkt in das lokale Fernwärmenetz in Oberlaa eingespeist.

„Die Therme Wien setzt auf nachhaltige und ressourcenschonende Energielösungen und deckt mit den beiden Thermalwasserquellen 70 Prozent des Wärmebedarfs selbst ab. Die restlichen 30 Prozent werden mittels klimafreundlicher Fernwärme ergänzt“, führt Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien, aus.

Die Abwärmenutzung bei der Therme Wien ist eines von mehreren Projekten von Wien Energie, um die Fernwärme noch umweltfreundlicher zu machen. Insgesamt werden in den kommenden Jahren über 200 Mio. Euro in Projekte zur Abwärmenutzung investiert.

 

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