Althan Park wird ferngekühlt

Während der Hitzewelle freuen sich Bewohner von 80 Wohnungen im Althan Park über umweltfreundliches Raumklima. Die Kälte kommt direkt aus der Fernkältezentrale Spittelau.

Die heißesten Tage des Jahres lassen Wien stöhnen. Nicht mehr aber die Bewohner von rund 80 Wohnungen am Althangrund im 9. Wiener Gemeindebezirk. Für diese gibt es jetzt Abkühlung in Form von Fernkälte. Der von den Immobilienentwicklern 6B47 Real Estate Investors im Vorjahr errichtete Neubau Althan Park ist das erste Gebäude in Wien, in dem Privatpersonen ab sofort Fernkälte beziehen können.
„Die Hitzetage nehmen zu, eine umweltfreundliche Kühlung ist das Gebot der Stunde. Mit Althan Park starten wir ein komplett neues Feld“, so Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl, der auch weitere ferngekühlte Gebäude in Aussicht stellt. In der Fernkälte sieht Strebl großes Potential, welches die Wien Energie auch selektiv für Neubauten im Privatkundenbereich anbieten will.

Was kostet Fernkälte?

Wieviel aber kostet Fernkälte für private Konsumenten? Building Times hat nachgefragt: „Sie können sich das in etwa so vorstellen wie beim Heizen“, antwortet Lisa Sophie Grohs, Pressesprecherin der Wien Energie. Die Kosten würden stark vom individuellen Nutzerverhalten, vom Gebäude, dem hauseigenen Kühlsystem und der Witterung pro Saison abhängen. „Im Vergleich zu einer konventionellen Klimatisierung steigt man mit Fernkälte generell preislich ziemlich ähnlich aus – aber mit den entscheidenden Vorteilen, dass für die Einzelperson der Aufwand für Wartung etc. wegfällt, keine Rückkühler das Mikroklima durch Abwärme oder Geräusche schädigen und CO2 eingespart wird“, so Grohs. Eine durchschnittliche Wohnung im Althan Park spart zum Beispiel bis zu 100 kg CO2 pro Jahr.
Das Wohngebäude ist direkt an die Fernkältezentrale Spittelau angeschlossen. Gebäude wie das AKH, die Boku oder das Ö3-Gebäude in der Muthgasse werden von hier bereits mit umweltfreundlicher Kälte versorgt. In den nächsten fünf Jahren will Wien Energie rund 65 Millionen Euro in den Ausbau der Fernkälte investieren.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben