thyssenkrupp schreibt Verluste

Die Neuausrichtung kostet: thyssenkrupp baut immer größere Verluste. Einzig die noch vorhandene Aufzugssparte wirkte sich stabilisierend aus.

Der in der Krise steckende Stahl- und Industriekonzern thyssenkrupp ist noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die negativen Folgen der Corona-Pandemie belasteten vor allem das Unternehmen. Dazu machten sich Kosten für die Neuausrichtung bemerkbar. So summierte sich das Minus im Konzern zwischen Januar und Ende März auf 948 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 173 Millionen Euro im Vorjahr. Im ersten Halbjahr fiel damit ein Verlust von 1,3 Milliarden Euro an. Durch negative Ergebnisbeiträge lag das Bereinigte EBIT mit -28 Mio Euro unter dem Vorjahr (22 Mio Euro).

Auch der Auftragseingang entwickelte sich rückläufig und ging um 8 % auf 15 Mrd Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück. Stabilisierend wirkte sich dabei das Aufzugsgeschäft aus, das thyssenkrupp an Finanzinvestoren verkaufen will. Sowohl im Auftragseingang als auch im Umsatzverzeichnete es ein Wachstum von rund drei Prozent.

Am 8. Mai 2020 hat das Unternehmen eine Kreditlinie über 1 Mrd Euro abgeschlossen. Die Kreditlinie sichert während der Corona-Pandemie zusätzlich Liquidität bis zum Mittelzufluss aus der Elevator-Transaktion. Das Eigenkapital hat sich um rund. 1 Mrd Euro auf 1,2 Mrd Euro verringert.

Für das zweite Halbjahr ist keine Besserung in Sicht – im Gegenteil. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft dürfte deutlich zurückgehen, teilte das Unternehmen mit. Im bis Ende Juni laufenden dritten Quartal des Geschäftsjahres sei ein Verlust im „hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich wahrscheinlich und bis zu gut 1 Milliarde Euro nicht auszuschließen“, heißt es auf der Website.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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