Steigende Preise für alle Bausparten 2019

Laut Statistik Austria betrug 2019 der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau im Jahresdurchschnitt 109,7 Indexpunkte und stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 3,1%. Im letzten Quartal verzeichnete der Index sogar 110,4 Punkte und erhöht sich damit nochmals gegenüber dem Vorquartal um 0,3%.

Der gesamte Hochbau hielt bei einem Indexstand von 112,3 und einem Plus von 3,4% im Vergleich zum Jahr 2018, ähnlich wie auch die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau (112,0 Punkte) und sonstiger Hochbau (112,6 Punkte). Die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau sowie sonstiger Hochbau wiesen im selben Zeitraum einen Indexstand von 112,8 bzw. 113,3 auf, womit sich diese Indizes gegenüber dem Vorjahr jeweils um 3,1% erhöhten.

Der gesamte Tiefbau erreichte im Jahresdurchschnitt 2019 einen Indexstand von 106,3 Punkten, das bedeutet +2,6% gegenüber 2018, und stieg somit weiterhin schwächer an als der Hochbau. Innerhalb der einzelnen Tiefbausparten ergaben sich im Jahr 2019 Indexstände von 107,4 Punkten für den Straßenbau (+3,3% zum Vorjahr), 105,6 Punkten für den Brückenbau (+2,3% zum Vorjahr) und 105,1 Punkten für den sonstigen Tiefbau (+1,9% zum Vorjahr).

Im vergangenen Jahr trugen neben den Beton- und Stahlbetonarbeiten vor allem die Bauleistungen der Professionisten zu den Preisanstiegen bei. Dazu zählen etwa Gas- und Wasserinstallationen, Außenwand-Wärmedämmverbundsysteme oder Schwarzdeckerarbeiten.

Auch in den drei Tiefbausparten verteuerten sich im Jahr 2019, wie bereits im Vorjahr, die Beton-, Stahlbeton- und Mauerungsarbeiten bzw. Beton- und Stahlbetonarbeiten. Im Straßenbau sorgten außerdem die Leistungsgruppen „bituminöse Trag- und Deckschichten“ sowie „Entwässerungs- und Kabelgrabarbeiten“ für größere Preisanstiege.

Die stärksten Preiserhöhungen im Brückenbau gab es bei den Gruppen „Oberflächenschutz und Abdichtung von Beton“ sowie ebenfalls bei den „bituminösen Trag- und Deckschichten“. Im sonstigen Tiefbau verteuerten sich besonders die Bauleistungen zu Straßeninstandsetzungen sowie Fertigteilschächten. Vor allem für die Bauleistung „bituminöse Trag- und Deckschichten“ wurden nicht nur im Baupreisindex, sondern auch im Baukostenindex Kostenanstiege beobachtet.

 

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