Klimaziel der Zementindustrie

„Klimaneutral bis 2050 – das geht“, ist die österreichische Zementindustrie überzeugt. Die Bauteilaktivierung soll dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Coronavirus-Krise und der Klimawandel haben eine Gemeinsamkeit: Es sind globale Herausforderungen mit massiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen. Die Zementindustrie arbeitet seit über 20 Jahren an der Reduktion von Emissionen und Treibhausgasen. Die österreichische Zementindustrie ist laut World Business Council for Sustainable Development in puncto CO2-Ausstoß weltweit die Nummer Eins: mit 539 Kilogramm CO2 pro Tonne Zement im letzten internationalen Ranking 2017. „Doch wir können noch mehr, aus CO2-effizientem Zement und mit moderner Betontechnologie wird CO2-effizienter Beton“, so Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie.

Bauteilaktivierung als Zukunftskonzept

Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet der Einsatz alternativer Energiequellen. Die Bauteilaktivierung hat sich mittlerweile zum Heizen und Kühlen bei Gewerbebauten und einer Vielzahl von mehrgeschoßigen Wohnbauten etabliert. Das simple Konzept – ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung wird warmes oder kühles Wasser durch die Leitungen geführt – ist einfach zu installieren. „Der Anteil erneuerbarer Energien muss bei Gebäuden drastisch gesteigert werden, dazu brauchen wir Speicher. Die Thermische Bauteilaktivierung macht simple Betonbauteile, zu Energiespeicher und sollte daher künftig auch in großen mehrgeschoßigen Gebäuden eingesetzt werden. Ein kluger Anreiz wäre eine Förderung für die Bauteilaktivierung – anstelle der Förderung von energieintensiven Systemen“, fordert Spaun.

Zement und Beton sind als Baustoff unersetzbar. Gebäude, die heute gebaut werden, legen den Grundstein für kommende Generationen, denn die Reduktion von CO2 wird das bestimmende Zukunftsthema sein. „Die Reduzierung des Prozess-CO2 der Kalkstein-Entsäuerungsreaktion, also dem CO2, das bei der Zementherstellung freigesetzt wird, stellt dabei die größte Herausforderung im internationalen Wettbewerb dar. Carbon Capture und Utilisation sind die Zukunftstechnologien der Zementindustrie und werden zum bestimmenden Kostenfaktor werden“, so Spaun, „Gebäude und Stadtteile müssen zukünftig CO2-neutral sein und ihre Energie selbst erzeugen. Der Schlüssel liegt dabei in der Nutzung der Speichermasse Beton und in Anergienetzen, welche die Abwärme nützen und verschieben können. Klimafreundliches Bauen wird jedoch ebenso vom Thema Recycling geprägt sein, die Zementindustrie leistet bereits jetzt einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige, langfristig denkende Kreislaufwirtschaft“, schließt Spaun.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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