Ista reagiert auf Hausdurchsuchung

Im Zuge des Verdachts der illegalen Absprache an den Energiedienstleister Ista wurden zwei Mitarbeiter freigestellt und Aufklärung angekündigt.

Der Energiedienstleister Ista nimmt zu den Verdachtsmomenten Stellung, die vergangene Woche zu einer Hausdurchsuchung der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) geführt hatten. Anlass ist eine laufende Ermittlung gegen die österreichische Landesgesellschaft und mehrere Wettbewerber im Markt für Energieabrechnung wegen möglicher Zuwiderhandlung gegen das Wettbewerbsrecht. Treffen in einem Branchenverein sollen dazu genutzt worden sein um sich über Marktparameter auszutauschen oder abzusprechen. „Es besteht der Verdacht, dass es zwischen Wettbewerbern zu Absprachen gekommen ist und wettbewerbssensible Informationen ausgetauscht wurden“, so das BWB. Die Hausdurchsuchungen seien seit Mittwoch Abend (17.7.) abgeschlossen. Die sichergestellten Beweismittel würden nun analysiert. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gelte für die Unternehmen die Unschuldsvermutung.
Um den Fall aufzuklären, hat die internationale Konzernzentrale von Ista in Essen eine interne Untersuchung angeordnet. „Ista arbeitet dabei auch mit den österreichischen Behörden zusammen“, so Ista in einer Aussendung. Zudem seien bereits zwei Mitarbeiter von Ista Österreich bis zur Aufklärung des Sachverhalts freigestellt worden. Ista betonte auch, dass für unlautere Aktivitäten eine Nulltoleranz-Politik gelte und die internen Compliance-Systeme mit einem geschützten Whistleblower-Kanal auf hohem Stand seien.

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