HL Hutterer & Lechner stärkt Logistik

Das österreichische Familienunternehmen erweitert am Standort in Himberg den Betrieb um eine Logistikhalle. Investiert werden rund drei Millionen Euro.

Seit rund 70 Jahren ist HL Hutterer & Lechner im niederösterreichischen Himberg angesiedelt. Die Produktion von Siphons, Abläufen und Sanitär-Verbindungsteilen nahm stetig zu. Mittlerweile sind an dem Standort 16 Spritzgussmaschinen im Einsatz – im Herbst sollen noch zwei weitere dazu kommen. Da die bisherige Logistikhalle zu klein wurde entschied man sich, diese zu erweitern. Vor fast genau einem Jahr, am 22. Juli 2019, erfolgte der Spatenstich für die neue Logistikhalle in Himberg. „Unsere Zentrale ist in Österreich, das verdeutlichen wir mit diesem Zubau. Durch eine moderne Ausführung schaffen wir eine Arbeitsverbesserung für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, versichert HL-Geschäftsführer Christoph Schütz. Eigentlich hätte die Halle bereits im April fertiggestellt werden sollen, doch Corona durchkreuzte diesen Plan.

Logistik mit Bauteilaktivierung

Der Neubau besteht insgesamt aus drei Teilen: einem Bürotrakt, einer Halle mit 1200 m² und einer Halle mit 450 m². Die Generalplanung wurde von der Firma EcoProject übernommen, die Bauleitung wurde von der Firma Pfnier aus dem Burgenland abgewickelt. Ab sofort können die Produktpaletten platzsparend in vier Reihen in bis zu neun Metern Höhe geschlichtet werden. Bei der baulichen und technischen Ausführung wurde auf hohe Qualität gesetzt: Die Logistikhalle wurde in Massivbau aus Dreischicht-Fertigteilbauelementen mit Holzleimbinder im Dachbereich gebaut. Die Beheizung der beiden Hallen sowie des Bürogebäudes erfolgt mit Luft/Wasser-Wärmepumpen. Verteilt wird die Wärme in den Hallen über Bauteilaktivierung – diese wird auch zur Kühlung eingesetzt. Im Bürogebäude wird mittels Fußbodenheizung geheizt. Die Installationen wurden von Caverion übernommen. Zusätzlich wurde auf dem Dach der Logistikhalle eine Photovoltaik-Anlage errichtet. 374 Module, auf 640 m² sollen künftig rund 10% des Eigenbedarfs an Energie abdecken.

Corona gut überstanden

Eine moderne, sichere Arbeitsweise der 112 Mitarbeiter und die Zufriedenheit der Kunden stehen bei Hutterer & Lechner an vorderster Stelle. Die neue Halle soll mit ihrer Bauweise dazu beitragen. Während der Coronazeit gab es bei dem Betrieb nur rund ein Monat Kurzarbeit, trotzdem blieb man für Kunden durchgehend erreichbar. Lediglich der Außendienst agierte bis Anfang Juni vom Home-Office aus. Die Mitarbeiter am Standort in Himberg wurden in zwei Teams aufgeteilt, die sich Wochenweise abgewechselt haben.

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