Heizkessel am Kochen

2019 wurden 90.500 Heizkessel verkauft, um 4 Prozent mehr als im Jahr davor. Holzkessel legen um 18 Prozent zu, Wärmepumpen verzeichnen ein Plus von 12 Prozent.

Die niedrigen Zinsen und das schlechte Gewissen haben den Markt für Heizkessel 2019 deutlich belebt. Und: Der Klimawandel ist fast schon ein wenig in den Kellern angekommen. Mit rund 90.500 Stück wurden vier Prozent mehr Heizkessel verkauft als im Jahr davor.

Mehr als die Hälfte Gas

Den Löwenanteil holte sich einmal mehr die Fraktion Gaskessel, wovon wie auch 2018 rund 51.500 Stück installiert wurden. Nur rund die Hälfte davon sind Brennwertkessel. Der große Rest entfällt auf die weniger effiziente Heizwerttechnik. „Eine große Anzahl davon werde „illegal verbaut, weil die Ökodesign-Richtlinie sehr großzügig ausgelegt wird“, wie der Bundesinnungsmeister der Installateure Michael Mattes meint.

Luft-Wärmepumpen sind der Hit

Klarer Gewinner war 2019 die Wärmepumpe mit einem Zuwachs um 12 Prozent auf rund 22.600 Stück. Drei Viertel davon entfallen auf die Luft-Wärmepumpen. Richtig gut erholt haben sich auch die Biomasse-Kessel mit einem Plus von 18 Prozent auf 11.800 Einheiten. Etwa 60 % davon sind Pelletskessel, 20 % Stückgut und etwa 20 % Hackgut-Kessel.

So out wie die Förderung sind Ölkessel mit einem Minus von 8 Prozent. Noch mehr Minus hat sich die Solarthermie eingefangen – nämlich 12 %. Bei den Brauchwasser-Wärmepumpen gibt es ein Plus von 25 Prozent, wobei bei dieser Zahl Branchenkenner auf eine mögliche Unschärfe in der Zählung durch Doppelzählungen hinweisen.

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