Doka streicht bis zu 300 Jobs

Corona bremst die internationale Nachfrage: Das niederösterreichische Schalungstechnik-Unternehmen Doka beendet Kurzarbeit und streicht bis zu 300 Jobs in Amstetten.

Die gute Nachricht: Ende September endet bei der Doka die Kurzarbeit. Die schlechte Nachricht ist, dass rund 300 Jobs in Amstetten gestrichen werden. Grund für das massive Sparprogramm sei die reduzierte Nachfrage nach Schalungen vor allem aus den Regionen Mittlerer Osten, Asien und Lateinamerika.

In fast allen Ländern Lateinamerikas stehen große Baustellen seit Monaten still. Ähnlich sei die Situation in Metropolen wie Singapur und Ländern wie Malaysien oder Indien, wo nach Einschätzung der Doka trotz eines rigorosen Shut-downs der Corona-Höhepunkt noch bevorstehe.

Headquarter und Produktion

Von dem Stellenabbau betroffen sind Jobs in der internationalen Zentrale und der Produktion, wo insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, so das Unternehmen. Weitgehend unangetastet bleibt die Vertriebsorganisation, mit ihren mehreren hundert Beschäftigten. „Wir wissen mittlerweile, dass wir das Umsatzniveau 2019 über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreichen werden,“ so Harald Ziebula, Doka-CEO. „Die Kurzarbeit ist ein Überbrückungsinstrument. Um sie weiter fortzusetzen ist der Horizont, den wir sehen, zu weit weg. Es erscheint uns sowohl den Mitarbeitern als auch der öffentlichen Hand gegenüber nicht aufrichtig, dieses Instrument weiterhin in Anspruch zu nehmen. Für viele unserer Mitarbeiter ist auch der Einkommensverlust nicht über einen längeren Zeitraum zumutbar.“

Wie das Management erklärt, soll der Personalabbau nicht nur über Kündigungen erfolgen, sondern auch über natürliche Abgänge erfolgen. Die Details werden mit dem Betriebsrat verhandelt, so die Doka.

 

 

 

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