Bau-Insolvenzen über Vorkrisenniveau

Im 4. Quartal 2021 wurden vorläufigen Zahlen zufolge von Statistik Austria 226 Insolvenzen gezählt, um rund 10% mehr als im vierten Quartal 2019 mit 206 Insolvenzen.

Die meisten Insolvenzen im 4. Quartal 2021 gab es bei den Finanzdienstleistungen/sonstigen Dienstleistungen (251), im Bau (226), im Handel (196) sowie in der Beherbergung und Gastronomie (162), wobei die Anzahl der Insolvenzen grundsätzlich von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig ist. Eine vergleichsweise geringe Anzahl an Insolvenzen weisen die Bereiche Information und Kommunikation (34), Sachgütererzeugung (75) und persönliche Dienstleistungen (123) auf.

„Das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht, Steuerstundungen und weitere staatliche Corona-Hilfen haben die befürchtete Pandemie-Pleitewelle bis jetzt verhindert. Ein gewisser Nachholeffekt zeigt sich zu Jahresende 2021 dennoch: Im 4. Quartal 2021 lag die Zahl der Insolvenzen mit 1.206 um 1,3% über dem Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 und mehr als doppelt so hoch wie im 4. Quartal 2020 (493 Insolvenzen)“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

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