KI-Toilette warnt vor Krebs und Diabetes

Ein chinesisches Start-up stellte kürzlich ein System vor, das die menschlichen Exkremente schon beim Klogang analysiert.

Das chinesische Start-up Geometry Healthtech will den Markt hochtechnologisierter Toilettensysteme mit einer KI-Lösung revolutionieren. Wie die Zeitschrift „The Nikkei“ berichtet, handelt es sich bei der aktuellen Entwicklung um eine Toilette, die in Echtzeit menschliche Exkremente auf ihre Zusammensetzung hin analysiert und die Daten via App direkt auf das Smartphone des Users überträgt. Laut dem Pekinger Unternehmen ist ein Verkaufsstart noch in diesem Jahr geplant. In die smarte Toilette wurden spezielle Sensoren integriert, die Kot und Urin untersuchen können. Auf Basis der Auswertung der Zusammensetzung der menschlichen Hinterlassenschaften werden dem Nutzer relevante Ergebnisse in Bezug auf den eigenen Gesundheitszustand übermittelt. Laut Geometry Healthtech sollen die Sensoren nicht nur belastbare Aussagen zur Herzgesundheit, sondern auch Hinweise auf Krebs oder auch Diabetes geben können.

„Die smarte Toilette lässt sich zuhause nutzen. Sie ist sehr leicht anzuwenden“, so Geometry-Healthtech-Gründer Chen Liangcheng über sein vollautomatisiertes Hightech-Klo. Die Technologie greife nicht wie die meisten anderen Wearables in das Leben der User ein und verändere deren Lebensgewohnheiten. Völlig neu ist die Idee jedoch nicht. Neben Geometry Healthtech schickt sich auch der US-Hersteller Kohler an, das Bad der Zukunft digital zu gestalten. Im Rahmen der Consumer-Messe CES hat das Unternehmen das Konzept eines smarten Badezimmers mit Alexa-Sprachsteuerung vorgestellt, die in den Spiegel integriert ist. Und auch Google-Mutter Alphabet hat bereits 2015 ein Badezimmer-Patent für eine Ultraschall-Badewanne sowie eine Klobrille mit Sensoren eingereicht, die den Blutdruck misst und vor Verkalkung der Blutgefäße warnt. (BT/pte)

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