KI-Feuermelder „lasert“ Umgebung

Ein neuer KI-Feuermelder schlägt per Laserstrahl Alarm. Das neue System trotzt Staub sowie Nebel und funktioniere auch im rauesten industriellen Umfeld, so die Hersteller.

Forscher des Nationalen Dänischen Meteorologie-Instituts haben ein neues laserbasiertes KI-System entwickelt, das Brände auch dann entdeckt, wenn Staub, Nebel oder andere Hindernisse die direkte Sicht versperren. Es kann eingesetzt werden, um Feuer in Vorratsbunkern von Müllverbrennungsanlagen oder in Fabrikhallen aufzuspüren. Sogar Brände in mehreren Kilometern Entfernung sollen sich künftig erfassen lassen, so Forscher Mikael Lassen. Das neue System funktioniert so: Trifft der Laserstrahl auf ein beginnendes Feuer, wird er anders gestreut als gewohnt und reflektiert. Dieses optische Signal nimmt ein Sensor auf, der neben dem Laser befestigt ist. Die Datenauswertung erfolgt automatisch.

Die Wellenlänge des Laserstrahls haben die Forscher so gewählt, dass er Staub und andere Eintrübungen mühelos durchquert. „Unser System funktioniert in Umgebungen, in denen die bisher gebräuchlichen Detektoren versagen“, sagt Lassen. Es nutzt erstmals das sogenannte Specklemuster.

„Es ist eine völlig neue Lösung zur Branddetektion und zur Erfassung von Temperaturänderungen“, erklärt Lassen. Die meisten Systeme, die heute verwendet werden, funktionierten in der rauen Industrieumgebung nur eingeschränkt, heißt es. Standard-Rauchmelder neigten dazu, Fehlalarme auszulösen, wenn sie von Staub irritiert werden. Andererseits könnten sie winzige Partikel, die in der Anfangsphase eines Brandes freiwerden, nicht identifizieren. Optische Systeme, die auch heute schon eingesetzt werden, ließen sich durch Vibrationen täuschen. Und Sensoren, die Temperaturen messen, reagierten auch auf Wärme, die nicht von Bränden verursacht wird, etwa auf Sonnenlicht, künstliches Licht, Schweißarbeiten und andere ungefährliche Temperaturänderungen.

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