Beim Licht geht noch was

Die ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) sieht Verbesserungsbedarf im Bereich „Kunstlicht“ und will dazu neue Kriterien im Zertifikat aufnehmen.

Das Zertifizierungssystem der ÖGNI berücksichtigt bereits den „Visuellen Komfort“ in Immobilien. Themen wie die Tageslichtverfügbarkeit, die Sichtverbindung nach außen sowie die Blendfreiheit und die Farbwiedergabe haben Einfluss auf die Bewertung im DGNB System. Beim Subkriterium „Kunstlicht“ sieht die ÖGNI aber noch Verbesserungspotential und hat zur Arbeitsgruppe „Licht in der Zertifizierung“ aufgerufen. Zahlreiche Experten aus der Branche sind zusammengekommen, um eine Beleuchtung zu definieren, die energieeffizient ist und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Im Kurzpapier wurden dazu einige zentrale Punkte abgeklärt: Zu Beginn stehe eine nachhaltige Architektur, so die Experten. Durch die richtige Ausrichtung des Gebäudes sowie sinnvolle Raumtiefen lassen sich schon von Beginn an Kosten einsparen. Nichts ist günstiger als eine optimale Tageslichtnutzung. Des weiteren können Betreiber und Nutzer mit einem durchdachten Beleuchtungsmanagement und smarten Beleuchtungskonzepten (wie dem Human-Centric-Lighting-Konzept) alle Vorteile ausschöpfen, die moderne Lichtquellen, Leuchten und Betriebsgeräte bieten.

„Zusätzlich zum Betrieb müssen wir aber auch weiterdenken“, so das ÖGNI-Papier. Ressourcen sparen, Abfall vermeiden, Material wiederverwenden … Halogenfreiheit, Silikonfreiheit, Cradle to Cradle Konzepte sowie eine Wertschöpfungskette, die mindestens zu 50% in Europa nachvollziehbar ist, sollen zukünftig im ÖGNI-Zertifikat bewertet werden.

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