Frankfurt ist das Green Building-Mekka

Rund 260 zertifizierte und zur Zertifizierung angemeldete Gebäude stehen in der Mainmetropole.

Frankfurt ist mit Abstand die Green Building-Hauptstadt Deutschlands. Rund 260 entsprechende Gebäude lassen andere deutsche Großstädte blass aussehen. Platz 2 belegt München (188 Objekte) vor Hamburg (187) und Berlin (182). Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. Fast die Hälfte (116) der zertifizierten Gebäude befindet sich in den Frankfurter Citylagen. Interessant: Die Mehrheit der Gebäude wurde als Bestandsgebäude ausgezeichnet. 67 Bestandsgebäuden stehen 49 Neubauten gegenüber. Der Grund: „Seit rund zehn Jahren erklären immer mehr international agierende Unternehmen wie Banken und Dienstleister, dass sie entweder ausschließlich oder zumindest bevorzugt ‚grüne‘ Objekte anmieten. Dementsprechend zertifizieren immer mehr Projektentwickler, Investoren und Asset Manager ihre Gebäude, um diese bonitätsstarken Unternehmen als Mieter zu gewinnen“, betont Hermann Horster, von BNP Paribas Real Estate.

Beispielhaft für ein Refurbishment steht etwa der Global Tower. Das ehemalige Commerzbank-Hochhaus in der Neuen Mainzer Straße 32-36 wird aktuell grundlegend saniert. Es wird eine Zertifizierung nach DGNB Platin (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) angestrebt, unter anderem durch die Verwendung modernster Energiestandards, intelligenter Heiz-Kühl-Decken, mechanischer Lüftung und zusätzlich manuell zu öffnender Fenster für ein angenehmes Raumklima, der neuesten technischen Ausstattung sowie hoher Schallschutz- und Raumakustik-Qualitäten. Das 1974 erbaute Hochhaus wird voraussichtlich 2020 komplett revitalisiert sein.

Insgesamt wird in Deutschland jeder fünfte Euro in nachhaltige Gebäude investiert; bei Bürogebäuden ist es sogar jeder vierte Euro. Damit flossen 2018 über zehn Milliarden Euro (knapp 22 %) des Investitionsvolumens der gewerblichen Single Deals in Green Buildings.

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