Energieentwicklung und Gebäude in Diskussion

Am 10. Juni 2022 findet zum Abschluss des diesjährigen Real Estate Circle eine Diskussion über den Weg zur Wiener Klimaneutralität statt.

Nicht erst durch den Ukrainekrieg und der damit zutage getretenen Abhängigkeit von Gas und Öl ist die Suche nach Alternativen aktuell. Aber seither umso mehr. Michael Pech, ÖSW-Generaldirektor: „Für die Herausforderungen der Klimakrise braucht es echte Visionen. Als größter gemeinnütziger Wohnbaukonzern Österreichs wissen wir neben dem baukulturellen Aspekt auch um unsere gesellschaftliche Verantwortung. Wesentlich ist die Berücksichtigung der klimarelevanten Aspekte bei jedem einzelnen Gebäude, aber insbesondere auch im übergeordneten Maßstab, bei der Quartiersentwicklung, ja ganz grundsätzlich im Städtebau.“

Wie es gehen könne, zeige das Quartier Biotope City Wienerberg, welches die ÖSW mit Projektpartnern realisiert hat. Die Biotope City Wienerberg ist dabei das weltweit erste Greenpass-Platinum-zertifizierte Stadtquartier mit klimafitten Konzepten wie beispielsweise der großflächigen Begrünung des Areals, Urban Gardening Möglichkeiten und einem umfassenden Regenwassermanagement. Beck: „Wir sind überzeugt, mit dem Konzept der “Biotope City„ in die richtige Richtung zu gehen und mit diesem Pionierprojekt einen Baustein für die Zukunft Wiens gesetzt zu haben.“ Als Gartenstadt des 21. Jahrhunderts verbindet die Biotope City im Süden des 10. Wiener Gemeindebezirks aktuelle gesellschaftliche Anforderungen an den modernen Wohnbau mit effektiven Maßnahmen im Bereich Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Das Pionierprojekt sieht die Integration der Natur in die Stadt als Strategie zum Ausgleich für die globale Erwärmung und Verstädterung. Bei hoher Dichte im urbanen Raum will man gleichzeitig naturnahe Lebensräume für Flora und Fauna schaffen und so ein gesundes Wohnklima ermöglichen. Generell bevorzugt der ÖSW-Konzern, wo möglich Fern-/Nahwärme auf Basis erneuerbarer Energieträger. Wo diese Möglichkeit nicht besteht, werden erneuerbare Energieträger prioritär betrachtet, wobei es hier vielfältige Ansätze und nicht nur eine Standardlösung gibt.

Standort und Gebäudekonfiguration entscheiden

Das optimale Ergebnis sei immer abhängig von Standort und auch Konfiguration des Gebäudes. Im Neubau sind dies verstärkt Wärmepumpensysteme, mit denen sowohl Heizen als auch Kühlen sehr effizient möglich ist. Tiefenbohrungen zum saisonalen Speichern der sommerlichen Kühl-Abwärme und Regeneration des Erdreichs für die winterliche Heizenergieentnahme setzen sich immer mehr durch. Und dass diese Systeme auch mit PV-Anlagen kombiniert werden, ist mittlerweile selbstverständlich. Bei der Stromversorgung setze der ÖSW-Konzern zusätzlich auf Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher.

Am 10. Juni 2022 ist Michael Pech Teil der Podiumsdiskussion zum Abschluss des diesjährigen Real Estate Circle. Diese Diskussion wird sich mit dem Beschluss der Wiener Stadtregierung befassen, im Jahr 2040 klimaneutral zu sein.

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