1 von 3 Kindern durch Raumklima gefährdet

In Österreich wachsen laut Healthy Homes Barometer zahlreiche Kinder in ungesundem Raumklima auf.

Kann das eigene Zuhause Kinder krank machen? Rund 26 Millionen europäische Kinder leben in Wohnungen und Häusern mit ungesundem Raumklima – in Österreich ist fast jedes dritte Kind bis 15 Jahre betroffen. Zu hohe Feuchtigkeit und Schimmel, Dunkelheit, übermäßiger Lärm oder Kälte: Kinder, die gleich mehreren negativen Einflüssen ausgesetzt sind, leiden mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit an schlechter Gesundheit und Störungen in der Entwicklung.

Das sind die Kernergebnisse der neuen Studie „Healthy Homes Barometer“, die vom Rand Europe Institut durchgeführt und vergangene Woche im Rahmen des Velux Healthy Buildings Day in Paris präsentiert wurden.

Österreich nur im Mittelfeld

Im europäischen Durchschnitt, in dem sich auch Österreich befindet, wächst jedes dritte Kind in einem Haushalt mit ungesundem Wohnklima auf. Wie der EU 28-Vergleich zeigt, weist Finnland die mit Abstand besten Wohngegebenheiten auf. Dort ist nur weniger als jedes fünfte Kind von negativen externen Einflüssen betroffen – gefolgt von Kroatien und Estland. Die schlechtesten Voraussetzungen hingegen stellt die Untersuchung in Portugal und Zypern fest, wo jedes zweite Kind mit schlechtem Raumklima leben muss.

„Als wahre ‚Indoor Generation‘ verbringen wir bis zu 90 Prozent unseres Lebens in Innenräumen. Wie die Studie zeigt, ist ein ungesundes Raumklima sowohl europaweit als auch bei uns in Österreich eine große Herausforderung“, erklärt Georg Himmelstoß, Geschäftsführer des Dachfensterherstellers Velux Österreich. Die Studie verdeutlicht, dass Kinder, die unter diesen Voraussetzungen leben müssen, mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit unter Ekzemen, Infekten, chronischer Bronchitis sowie Asthma oder Allergien leiden. Wichtig sei es daher, im Rahmen von Renovierungen oder der Errichtung neuer Schulgebäude auf eine ausreichende Frischluft- und Tageslichtversorgung zu achten, so Himmelstoß.

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