Wien sucht wieder das Warme

Nach den gescheiterten Bohrungen von 2012 macht die Wien einen weiteren Geothermie-Versuch.

Die Zeit vergeht, wie im Flug. Kurz vor Weihnachten 2012 beendete die Wien Energie die Erkundungsbohrungen in Wien Aspern. Damals wurde rund 4 Kilometer in die Tiefe gebohrt, gefunden wurde kein Warmwasser und geblieben sind Unkosten von mehr als 15 Millionen Euro. Geplant war die Deckung des Heizwärmebedarfs von 40.000 Wohnungen und zahlreichen Betrieben, die in der Seestadt Aspern gebaut werden sollen. Danach war es lange ruhig und das Bohrabenteuer ein Fall für die Versicherungs-Juristen.
Seit wenigen Monaten wird wieder nach Heißwasser gesucht – gefördert von Klima- und Energiefonds (1,6 Mio.) und mit Unterstützung diverser Forschungseinrichtungen. Das Pro-jekt nennt sich GeoTief ist mit 6,6 Millionen Euro veranschlagt und die seismischen Messungen reichen dieses Mal bis 6.000 Meter Tiefe. Rund 50 Terabyte Daten sollen im Zuge der 3D-Seismik-Messungen gesammelt werden, die anschließend von Experten ausgewertet werden, um so zu einem Abbild der geologischen Schichten zu kommen, so die Experten. Die Ergeb-nisse sollen 2021 vorliegen, dann wird entschieden, ob erneut gebohrt wird.

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