WC im Flugmodus

Am Flughafen Wien wird an Spitzentagen die WC-Spülung 180.000 mal betätigt. Der jährliche Wasserverbrauch liegt bei 700.000 Kubikmeter.

Wasser ist am Flughafen Wien ein wertvolles Gut. Nicht nur weil ein halber Liter in allen Shops monopolartig 2 Euro kostet, sondern weil Wasser auf dem Airport ein betriebsnotwendiges Lebensmittel ist. An Spitzentagen werden 180.000 WC-Spülungen täglich verzeichnet. Würde das Wasser dafür nur eine Stunde fehlen, würden die Toiletten nicht so aussehen, wie sich das Fluggäste wünschen.

„Nicht nur ein Stromausfall würde den Flughafen lahmlegen, auch wenn das Wasser ausbleibt, gibt es ein massives Problem“, erklärt Bernhard Weixelbraun, vom Flughafen Wien auf dem 2. Kongress des Forum Wasserhygiene. Nicht zuletzt auch weil rund 14 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs von 700.000 Kubikmeter auf die Kühlung von Gebäude und Anlagen entfällt. Derzeit werden am Airport jährlich 22 MW Kälte erzeugt, mit dem laufenden Ausbau steigt die Menge auf 28 MW. Der Großteil des Wasserverbrauchs entfällt jedoch auf den Passagierbereich. Eher untergeordnet fallen Hotels und Büros ins Gewicht.

Der Airport hängt nicht am Wiener Wassernetz, sondern versorgt sich über insgesamt 7 Brunnen, von denen derzeit sechs in Betrieb sind. Vier Brunnenanlagen sind in den an den Airport angrenzenden Auwäldern lokalisiert, drei auf dem Gelände des Flughafens. Um die Versorgung zu sichern, verfügt der Airport über redundante Wasserwerke und ein redundantes Netz. Fällt ein Teil der installierten Pumpen aus, versiegt das kühle Nass nicht, es gibt reichlich Ausfallreserven.

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