Wasserschaden-Killer-Applikation

LähiTapiola und Grohe denken die Versicherung gegen Wasserschäden neu.

Bis 2026 sollen in Finnland in rund 100.000 Eigenheimen die Wassersicherheitssysteme Grohe Sense und Sense Guard installiert werden. Getragen wird das Programm vom Versicherungsunternehmen LähiTapiola. Der Versicherer möchte damit den größten Kostentreiber bei Haushaltsversicherungen entgegnen. „Das Konzept markiert einen grundlegenden Wandel im Versicherungsgeschäft. Wir handeln proaktiv, um Schäden zu verhindern, bevor sie zu einem Kostenfaktor werden. Diese einzigartige Zusammenarbeit wird unsere Kompensationsleistungen für Wasserschäden bis 2025 um 50% senken und uns dabei helfen, unsere Top-Position zu halten“, sagt Anu Koskenvuo, Director, LähiTapiola „Zusammen mit LähiTapiola haben wir eine Blaupause für die Einführung von Wassersicherheitssystemen in großem Maßstab erstellt, um die Risiken für Versicherer zu begrenzen. Unsere Lösung umfasst innovative Dienstleistungen wie Schulungen, Installation und Daten-Services.“ sagt Bert Depiere, Director Digital Innovations Grohe AG.

Die Installationen werden im Laufe des Jahres sukzessive ausgebaut und bis 2026 auf über 100.000 Haushalte von Kunden LähiTapiolas skaliert. Mit diesem Schritt werde sich die Hausratversicherung als Produkt radikal verändern und dem Verbraucher mehr Proaktivität bieten.

Allein in Finnland werden jährlich fast 40.000 Wasserschadensfälle an Versicherungsunternehmen gemeldet, für die mehr als 160 Millionen Euro an Schadensregulierung gezahlt werden. Sowohl Schäden als auch Ansprüche haben im 21. Jahrhundert zugenommen. Ein alternder Wohnungsbestand und alternde Rohrleitungen führen zu einem Anstieg der Leckage-Schäden. Niedrigere Kosten und neue Materialien sowie eine höhere Komplexität der im Haus installierten Geräte treiben den durchschnittlichen Schadenswert weiter nach oben. Da die Schadenskosten steigen, wirkt sich dies auch auf die Höhe der jährlichen Versicherungsleistung aus.

Im europäischen Vergleich kostet ein Wasserschaden im Schnitt rund 2.300 Euro – inklusive Feststellung, Reparatur und Ersatz beschädigter Güter. Zwischen dieser Zahl und dem Durchschnittsbetrag, den die Versicherungsunternehmen aus Prämien erstatten, liegt jedoch eine Lücke von fast 900 Euro. Auf dieser Summe bleiben die Kunden sitzen.

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