Villacher Bau-Fasching

Der Elektroplaner hat sich vermessen, der Brandschutz läuft außer Budget - beim Bau des LKH Villach geht es lustig zu.

In Kärnten hat man Sinn für Humor. Das zeigt der jüngste Bericht des Landesrechnungshof zum Ausbau des LKH Villach. Dieser hat die als „Großvorhaben“ bezeichnete Baustufe 1 geprüft. Die Kosten waren laut LRH zu niedrig angesetzt, es wurde eine Kostenerhöhung von 3,17 Millionen Euro festgestellt, womit sich die Gesamtkosten des Bauprojektes auf 61,78 Millionen Euro erhöhen.
Die Empfehlung der Prüfer: Die Kostenreserve für das Großvorhaben sollte auf 5,3 Millionen Euro verdoppelt werden. Kostenerhöhungen von 760.000 Euro entstanden beispielsweise weil der Elektroplaner die Kabellängen um 35 Prozent zu niedrig angesetzt hat – ein klassischer Messfehler.
Zusätzlich zu diesen Kostenerhöhungen kommen laut LRH weitere 1,38 Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen hinzu. Die KABEG hat diese Kosten nicht miteinbezogen, sondern plant ein gesondertes Brandschutzprojekt. Der LRH kritisiert aber ganz richtig, dass das Bauprojekt ohne Brandschutz nicht vollständig ist. „Brandschutzmaßnahmen sind zwingend notwendig, um das Gebäude in Betrieb nehmen zu können. Deswegen müssen die Kosten dafür budgetiert und das Projekt dem Landesrechnungshof zur Überprüfung vorgelegt werden“, erklärt dazu LRH-Direktor Günter Bauer.

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