Berechneter Hitzestau

Das neu sanierte Gymnasium St. Pölten neigt zu heftiger Überhitzung. Die bauphysikalische Rechnung ging daneben.

Rund 25 Millionen Euro hat der Umbau und Sanierung des Gymnasiums in der St. Pöltner Josefstraße gekostet. Und dennoch gibt es ziemlich heftige Troubles, wie der Kurier berichtet. In einzelnen Schulklassen steigen die Temperaturen aufgrund der großen Fensterflächen auf ein unerträgliches Maß, berichten Schüler und Lehrer. Der Bauherr Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) gibt zu, dass Handlungsbedarf besteht. Es werde aller Voraussicht nach zu einer Nachrüstung der Nachtkühlung kommen, hört man aus der BIG.
Wer meint, dass die Architekten den Hitzestau verursacht haben, der irrt. Die ursprünglich eingeplante Nachtlüftung wurde dem Vernehmen nach vom Unterrichtsressort aus Kostengründen gestrichen. Aber das nicht ohne zuvor einen Bauphysiker mit einem Gutachten zu beauftragen. Dass es nun doch zu einer Überhitzung kommt, zeigt dass die bauphysikalische Berechnung nicht ganz mit den Launen des Klimawandels harmoniert.

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