OVE fordert schnellere Verfahren

Um den Umbau des Energiesystems zu beschleunigen fordert der Österreichischer Verband für Elektrotechnik (OVE) schnellere Genehmigungen.  

Bis zum Jahr 2030 sollen 100 % unseres Strombedarfs (bilanziell über das Jahr gerechnet) aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt werden. Um die dafür nötigen Erzeugungskapazitäten zu schaffen brauche es die geeigneten Rahmenbedingungen, so der OVE. „Damit wir die zusätzlichen 27 TWh Ökostrom noch in diesem Jahrzehnt auf die Strecke bringen, brauchen wir optimale Rahmenbindungen. Es sind daher Pragmatismus und Technologieoffenheit anstelle bürokratischer Gesetze und Verbote gefragt“, so Werner Steinecker Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich: mit Verweis auf die neu geschaffenen ökologischen Kriterien für die Fördervergabe bei Wasserkraftwerksbauten.

Die Notwendigkeit, das System als Ganzes zu betrachten, betont Herbert Popelka, Vorstandsvorsitzender der OVE Energietechnik. Nur mit einem entsprechend leistungsfähigen Stromnetz sei die Integration von deutlich höheren Anteilen an Erneuerbaren Energien möglich und gleichzeitig die Versorgungssicherheit auf dem gewohnt hohen Niveau zu gewährleisten. „Für die erfolgreiche Energiewende werden neben der Errichtung von Erzeugungsanlagen aus Erneuerbaren von rund 18 GW bis 2030 und deren Netzintegration leistungsfähige Stromnetze, Speichermöglichkeiten sowie Flexibilitätsoptionen und innovative Technologien benötigt. Dabei ist insbesondere das Gesamtsystem und das Zusammenwirken mit anderen Sektoren zu berücksichtigen“, so Popelka.

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