Kälte- und Klimaverein warnt vor F-Gas-Revision

Der österreichische Kälte- und Klimaverein ÖKKV sieht den Ansatz für F-Gas-Regulierung kritisch und fürchtet Verschlechterung in der Versorgung mit Kältemitteln.

Der ÖKKV ist besorgt über den derzeit in Ausarbeitung befindlichen Revision der F-Gas-Regulierung. „Wir sehen in der Überarbeitung der F-Gase-Verordnung in der geplanten Form die Gefahr, durch den entstehenden Druck von Fristenverkürzungen, bestehende effiziente Lösungen aufrechtzuerhalten und Lösungen zu begünstigen, die die Fachfirmen in Bezug auf Personal, technischem Wissen, organisatorischen Fähigkeiten und wirtschaftlichen Mittel überfordern würden“, so der Verein in einer Aussendung. Erwartet wird die Revision für 2023. 

Chemische Kältemittel im Abseits

Konkret geht es um das baldige Verbot von bestimmten Kältemitteln und die Fokussierung auf Propan als Allheilmittel. „Wir wollen die beste Möglichkeit für jede Anwendung, dazu gehören nun einmal auch chemische Kältemittel“, so ein Vereinsmitglied im Gespräch mit Building Times. „Vor allem sehen wir sehr besorgt auf die Diskussionen um das zeitnahe Verbot von bestimmten Kältemitteln bzw. Kältemittelgruppen und damit verbunden dem Anwendungsverbot von bestimmten Systemlösungen“, so der Verein.

Tunnelblick befürchtet

Für die bevorstehende Revision der F-Gase-Verordnung fehle der Blickkauf die Gesamtsituation.  Lobbyisten und Behördenvertreter würden sich mit Worthülsen einseitig positionieren und in Kauf nehmen, dass damit die Energieeffizienz zum Beispiel von Wärmepumpen leiden würde, so der Vereinsmann.

Der ÖKKV als Interessensvertreter der österreichischen Kälte-, Klima- und Wärmepumpenfachbetriebe, die im Auftrag sowohl von Privatpersonen als auch des österreichischen Gewerbes und der der Industrie umweltfreundliche Lösungen anbieten und gewissenhaft ausführen, befürchtet eine deutliche Verschlechterung der momentanen Situation.

 

Keine Kommentare

Kommentar schreiben