Ist Ischgl am Bau?

Wenn Bauarbeiter ungeschützt miteinander arbeiten besteht ein Infektionsrisiko. Dennoch findet die Politik keine Lösung, die allen Involvierten gerecht wird.

Porr und Strabag haben die meisten ihrer Baustellen eingestellt. Die Gewerkschaft Bau Holz möchte das auch für jene Bauarbeiter erreichen, die derzeit noch werken. Gestern Nachmittag verhandelten Sozialpartner, Gewerkschaft, die Arbeitsministerin, die Wirtschaftsministerin und der Gesundheitsminister in großer Runde, um eine einheitliche Lösung zu finden.

Herausgekommen ist bloß ein Stillhalteabkommen – um eine bald fertig ausverhandelte Lösung nicht zu gefährden, wie es heißt. Geradeso als hätten wir alle Zeit der Welt.

Warum spießt sich beim Bau, was beim Handel ganz schnell gegangen ist? Dort wurde sehr rasch die Schließung sämtlicher Geschäfte verfügt, die nicht der Grundversorgung dienen. „Es sind so viele Player“, meint ein Involvierter. Das stimmt, aber ist es eine befriedigende Antwort. Eigentlich Nein, denn wenn man die Ansage vom Abstand halten tatsächlich ernst nimmt, gibt es nur eine Lösung für Baustellen – deren Einstellung. Ausgenommen natürlich jene Fälle, wo es um die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur geht.
Dass dies nicht verfügt wird, liegt wohl an den vielen involvierten Akteuren. Die gab es auch in Tirol – inzwischen wissen wir alle, wie verhängnisvoll das ausgehen kann.

Und außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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