Insolvenzen 2019: Tendenz steigend

Mit SFL und Herbitschek prägen zwei steirische Bauinsolvenzen die Insolvenzstatistik des Jahres 2019 maßgeblich mit, so der AKV.

Die Konjunktureintrübung führte im im Jahr 2019 zu einem Anstieg der Firmeninsolvenzen. Die eröffneten Firmeninsolvenzen haben im Vergleich zu 2018 um 2,15% auf 3.045 Verfahren zugenommen, wobei regional gravierend unterschiedliche Entwicklungen feststellbar sind. Deutlich gestiegen (+ 4,12 %) ist mit 2.247 Fällen die Zahl jener Insolvenzen, die mangels Kostendeckung nicht eröffent wurden.

Führend bei den Insolvenzen war 2019 die Sparte Bau bei mit 629 Fällen. Die Passiva dieser Insolvenzfälle beträgt insgesamt gut 316 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Rückgang, 2018 betrugen die Passiva mehr als 365 Milionen Euro. Auch bei den Dienstnehmern veringerte sich die Zahl der Betroffenen von 3.086 auf 2.460 Beschäftigte.

Bemerkenswert ist auch, dass mit der Herbitschek GmbH ein Unternehmen insolvent geworden ist, bei dem mit knapp 300 Mitarbeitern die zweithöchste Zahl der Beschäftigten betroffen war. Auch bei den Passivas hat der Bau mit der SFL technologies GmbH den zweiten Platz erzielt.

Obgleich die Anzahl der eröffneten Firmeninsolvenzen zugenommen hat, ist erfreulicherweise eine Abnahme der Gesamtpassiva und der gefährdeten Arbeitsplätze feststellbar, sodass 2019 gegenüber dem Jahr 2018 vermehrt Kleinbetriebe insolvent wurden, so der AKV (alpenländischer Kreditorenverband) in seiner Jahresbilanz.

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