Hängender Tower-Wettbewerb

Die BAI hat acht renommierte Architekturbüros zum Wettbewerb zum Donaumarina-Tower geladen. Sie alle sind nun kollektiv zurückgetreten - die Bedingungen seien inakzeptabel, so die Planer.

Der Bauträger BAI hat beim Projekt Donaumarina-Tower ein Problem: Kürzlich haben alle am Wettbewerb geladenen Architekturbüros via Mailingliste der IG Architektur ihren Rückzug verkündet. „Nachdem es in unserer Branche sehr oft frustrierende Verträge gibt, wurde erstmals ein deutliches Signal der Solidarität gesetzt“, heißt es dazu auf der Mailingliste. Demnach ist das gesamte Teilnehmerfeld beim Wiener Hochhauswettbewerb zurückgetreten.

Das sind konkret die Büros Artec, Coop Himmelb(l)au, Feichtinger, Franz und Sue mit Schenker Salvi Weber, Henke Schreieck, Hoffmann Janz, Jabornegg & Palffy, Pichler Traupmann, querkraft und Sauerbruch Hutton.

Sie alle stoßen sich an den Bedingungen, die der Bauträger festgeschrieben hat. Drei wesentliche Grundforderungen der Planer wurden nicht erfüllt. So wäre es möglich dem beauftragten Wettbewerbsgewinner nach dem Vorentwurf den Vertrag kündigen. Umplanungen sollten zu jedem Zeitpunkt Umplanungen ohne Honorar möglich sein, was also einer Honorarpauschale gleichkomme, in der auch Mehrleistungen und Nachlässe untergebracht sind, so die Architekturbüros.

Der Auslober BAI hat den Wettbewerbs-Teilnehmern mitgeteilt, dass dieser Vertrag schon seit vielen Jahren in Verwendung sei. „… mit Erfolg für die Auftragnehmer, worüber sie sich bei den Kollegen erkundigen können…“, wie auf der Mailing-Liste der IG zu lesen ist.

Building Times hat bei der BAI um eine Stellungnahme gebeten, der Bauträger hat an die Pressestelle der Signa verwiesen. Von dort hat Building Times bislang keine Rückmeldung erhalten.

Wie es genau weitergeht sei nach Gegenstand von Gesprächen. Wahrscheinlich wird es eine Neuauflage des Wettbewerbs geben, hört man aus dem Büro des Verfahrensleiters next-pm ZT GmbH. Wann genau sei noch offen, die Szene werde jdeanfalls zeitgerecht informiert.

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