Große Speichermasse

Batteriespeicher von CellCube Energy Storage Systems kommt erstmals in Deutschland zum Einsatz.

Ende Juli lieferte der kanadische Speicherhersteller CellCube Energy Storage Systems sein erstes Energiespeichersystem nach Deutschland. Konkret geht die Anlage zum Smart-City-Projekt in Saerbeck. Das Forschungsprojekt nennt sich EnerPrax und hat es sich zum Ziel gesetzt, die optimale Zusammensetzung von Energiespeichertechnologien zu ermitteln, um eine möglichst hohe System- und Netzstabilität bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu gewährleisten.

Die Cell-Cube-Anlage soll den Energiespeicher für energiezentrische Stromspeicherfunktionen bereitstellen, die Netzstabilität und Basisstromversorgung mit einer Zeitverschiebung von acht Stunden gewährleisten. Das ist eine naheliegende Einsatzmöglichkeit für Vanadium-Redox-Flussbatterien, da hier eine lange Lebensdauer und eine zuverlässige Grundlastversorgung benötigt werden. Die CellCube-Vanadium-Redox-Flussbatterie wird folglich das Rückgrat der Speichertechnologie für das EnerPrax-Projekt bilden.

Reales Umfeld mit 29 MW Kapazität

Gemeinsam mit den Projektpartnern und Herstellerfirmen werden die Speichertechnologien in die Technikumsanlage am Standort des Bioenergieparks in Saerbeck planerisch integriert. Der Bioenergiepark besitzt durch sein reales Umfeld und die vorhandenen Wind- und Solaranlagen ideale Voraussetzungen, um das gesteckte Ziel der Ermittlung von optimalen Speicherkombinationen zu erforschen. Auf dem 90 Hektar großen ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr sind seit 2011, in kommunaler Eigenregie, sieben Windenergieanlagen, zwei Biogasanlagen und ein Photovoltaikpark mit einer Gesamtleistung von 29 Megawatt installiert worden. Damit ist die stromseitige Zielerreichung der kommunalen energieautarken Eigenversorgung mit regenerativen Energien bereits heute umgesetzt – zumindest bilanziell. Die unregelmäßige und schwer zu prognostizierende Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne ist aber der Grund, dass eine vollständige elektrische Versorgung ohne Steuerungs- bzw. Speichertechnologien zurzeit nicht möglich ist. An diesem Punkt setzt das Projekt EnerPrax an.
Mehr dazu: http://energiespeicher.nrw/

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