Frauenthal macht Elektrik

Die Frauenthal Handel Gruppe, mit SHT und ÖAG Österreichs größter Großhändler für Sanitär und Heizung, steigt mit der Plattform elektromaterial.at in den Elektrogroßhandel ein.

Die Frauenthal-Gruppe macht mit 3.700 Mitarbeiter und einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro. Zwei Drittel davon kommen aus dem Großhandel mit Sanitär- und Heizungsprodukten. „Wir sind zweimal so groß wie der erste Mitbewerber“, sagt Hannes Winkler, Vorstandsvorsitzender der Frauenthal Holding AG nicht ohne Stolz.

Ab dem zweiten Quartal möchte seine Gruppe mit dem Elektrogroßhandel ein neues Kapitel aufschlagen. „Wir möchten kein klassischer Großhändler werden, sondern die Vorteile der Digitalisierung mit den Stärken der Logistik und des technischen Vertriebs bündeln“, erklärt dazu der Vorstandsvorsitzender Frauenthal Service AG Thomas Stadlhofer. Als Kunden der ersten Stunde sieht man Doppelkonzessionäre, also Installateure, die HKLS und Elektrik machen und schon heute mit SHT oder Frauenthal Handel (ÖAG) im Geschäft sind und ihr Elektromaterial bislang anderswo, zum Beispiel im deutschen Online-Handel, einkaufen.

Operativ umsetzen soll den Coup Dragan Skrebic, der seit wenigen Monaten als Geschäftsführer der Kontinentale fungiert. Er kommt vom Elektrogroßhändler Sonepar und plant in einem ersten Schritt bis zu 7.000 Artikel zu listen. Um die Ware punktgenau zum Kunden zu bringen möchte man die Logistik der Frauenthal Service mit 120 LKW und die 83 Abholmärkte der Gruppe nutzen. Das geplante Sortiment soll rund 80 Prozent des Bedarfs der Installationsbetriebe abdecken. „Wir wollen kein besserer Rexel werden, unser Fokus liegt auf schnell drehenden Artikel, die ohne Erklärungsbedarf verkauft werden können“, so Stadlhofer.
 

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