„Begleiter, Berater und Planer“

Mit 150 Mitarbeitern und fünf Standorten sind “BHM Ingenieure - Generalplaner und Fachingenieure“ eines der größten Planungsbüros in Österreich. Industrie, Kraftwerke und Verkehr sind die Tätigkeitsfelder der Generalplaner.

Unser Umsatz entfällt zu zirka 70 Prozent auf integrale Planungen für die Industrie, 20 Prozent für Kraftwerke und zu rund zehn Prozent auf den Sektor Verkehr“, schlüsselt BHM-Mitbegründer und Holding-Geschäftsführer Alfred Haßler im Gespräch mit Building Times auf. Über den Verkehr ist die Grazer BHM-Niederlassung auch zur Planung der neuen ÖBB-Lehrwerkstätte in Knittelfeld gekommen. In Graz liegt der BHM-Schwerpunkt „Verkehr“, in Linz sind es die „Kraftwerke“ und in der Zentrale in Feldkirch, die auch Sitz der Holding ist, liegt der Fokus „Industrielle Gesamtplanung“.

„Wir sind grundsätzlich als Gesamtplaner tätig“, betont Haßler, von dem das H im Firmennamen stammt, das B von Böni und das M von Monz, „was am Beispiel eines Kraftwerkes heißt, von der Bauplanung bis zum Maschinenbau“. Oder am Beispiel der ÖBB-Lehrwerkstätte in Knittelfeld: Von der Architektur über die Statik bis zur Gebäudetechnik und der Gleisbau-Übungsanlage. „Wir arbeiten für mehrere ÖBB-Firmen“, erläutert Haßler, „die Grazer beispielsweise betreuen mehrere Projekte der Koralmbahn“.

In Salzburg steht demnächst der „erste namhafte Auftrag in Holz-Hybrid-Bauweise“ an, nämlich die Erweiterung der Salzburger Gebietskrankenkasse, weil BHM vom Generalunternehmer Swietelsky den Auftrag erhalten hat, Statik-, Tragwerks- und Ausführungsplanung durchzuführen. „Das Know-how dafür bringen einige Mitarbeiter mit, die schon seit Jahren bei uns arbeiten und von einem einschlägigen Spezialisten gekommen sind“, so Haßler. Und in Deutschland laufe auch gerade ein Holz-Hybrid-Projekt.

In ganz Europa arbeiteten die BHM-Planer, sagt Firmengründer Haßler, „von Griechenland bis Schweden und von Finnland bis ins tiefe Russland“. Wozu beispielsweise auch noch China, Mexiko, Marokko, usw. kämen. Mit einer Eigenkapitalquote von „deutlich mehr als 50 Prozent“ wollen sich die BHM-Eigentümer ihre „Selbständigkeit und Unabhängigkeit bewahren. Wir wollen keine Abhängigkeiten“, weshalb BHM auch keine Fremdfinanzierungen braucht.

„Wir sind auch dabei, den Generationenwechsel zu bewältigen, was gar nicht so einfach ist, denn Sie müssen sich vorstellen, immer 50 laufende Projekte zu haben“, sagt Haßler, der als Maschinenbauer BHM 1992 mitbegründet und mit Industrieanlagen-Planungen begonnen hat. 1998 ist mit dem Kauf der Bautechnik Linz von Siemens der Verkehr dazugekommen.

„Wir merken auch bei den Honoraren den Kostendruck, versuchen aber, ganz auf den Kundennutzen abzustellen, die Entwicklung des Kunden zu begleiten und fragen, was wir für ihn tun können. Dadurch werden wir immer mehr zum Begleiter, Berater und Planer“, so Alfred Haßler. Den Jahresumsatz will er nicht direkt nennen, antwortet aber auf die Frage, ob 150.000 Euro pro Mitarbeiter realistisch seien: „Damit liegen Sie nicht weit daneben“.

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