Baukosten: Der Galopp bremst sich ein

Die Baupreise bleiben auf hohem Niveau. Im Vergleich zum August 2020 steigen die Preise heuer zwischen 10 und 14 Prozent. Die Zuwächse seit dem Juli fallen aber gering aus.

Im August 2021 lag der Baukostenindex (Basis 2020) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Berechnungen von Statistik Austria bei 114,4 Indexpunkten. Verglichen mit August 2020 entspricht das einem Anstieg von 14,2%. Gegenüber dem Vormonat Juli 2021 stieg der Index um 0,6%.

Die Tiefbausparten verzeichneten ebenfalls allesamt Kostenanstiege. So erreichte der Index für den Straßenbau 110,1 Punkte und lag damit um 10,2% über dem Wert von August 2020 (+0,1% im Vergleich zu Juli 2021). Der Brückenbau hielt bei 119,5 Indexpunkten, die Kosten stiegen somit um 19,9% gegenüber dem Vorjahresmonat sowie um 0,3% gegenüber dem Vormonat. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (110,1 Punkte) stiegen gegenüber August 2020 um 9,8% und gegenüber Juli 2021 um 0,1%.

„Die Baukosten haben im August 2021 im Vorjahresvergleich erneut massiv zugelegt: Die stärksten Kostentreiber im Wohnungsbau waren Holz, Polystyrol und Schaumstoffplatten. Im Tiefbau sorgten vor allem die vor einem Jahr ungewöhnlich niedrigen Diesel- und Treibstoffpreise für im Jahresvergleich höhere Kosten“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Starke Preisanstiege im Vergleich zum August 2020 verzeichneten auch die durch Stahlprodukte geprägten Warengruppen, was sich insbesondere im Brückenbau niederschlug.

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