60% der Wärmeversorgung fossil

Der neue Faktencheck zum Energiesystem zeigt einmal mehr, wie sehr der Wärmesektor von Öl und Gas bestimmt sind. Und wie der Ausweg aussehen könnte.

Mehr als die Hälfte des österreichischen Endenergieverbrauchs entfällt auf den Wärmesektor und wird zu knapp 60 Prozent von fossiler Energie abgedeckt. Daraus schließt der Klima- und Energiefonds, dass ohne Wärmewende keine Energiewende möglich ist und legt einmal mehr einen Faktencheck zum Energiesystem vor.

Der Faktencheck belegt anhand zahlreicher Studien, dass der klimafreundliche Umbau unseres Energiesystems eine der größten wirtschaftlichen Chancen überhaupt ist. Die von Erneuerbare Energie Österreich in Auftrag gegebene TU-Studie „Wärmezukunft 2050“ zeigt, dass der Gesamtenergieeinsatz durch thermische Sanierung und effiziente Heizungsanlagen auf Basis Erneuerbarer um 50 Prozent reduziert werden und der Einsatz fossiler Energien beinahe vollständig verdrängt werden kann. „Durch die Wärmewende könnten wir in Österreich jährlich bis zu 3 Mrd. Euro an Heizkosten sparen,“ unterstreicht Peter Püspök, Präsident Erneuerbare Energie Österreich.

Von der Modernisierung der Wärmeversorgung könnten unter anderem die stark exportorientierten heimischen Technologieanbieter profitieren. „Die Energiewende ist das wichtigste Investitionsprogramm für unsere Wirtschaft der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Zusätzliche Investitionen in thermische Sanierung sowie der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf erneuerbare bringen diesen Branchen einen jährlichen Beschäftigungszuwachs von 2,5 Prozent im Zeitraum von 2020 bis 2030 und von 2,4 Prozent zwischen 2030 und 2040. Die Zahl der Arbeitsplätze würde allein durch den österreichischen Heimmarkt von 27.000 (vor 2020) auf über 40.000 (in den Jahren 2030-2040) steigen.“

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